Astrid Mania

Astrid Mania ist promovierte Kunsthistorikerin und war mehrere Jahre als freie Kuratorin, Autorin und Übersetzerin in Berlin tätig. Zahlreiche Beiträge zu internationalen Publikationen über zeitgenössische Kunst. 2004/05 war sie Gastkuratorin und Gasttutorin am Kurs Curating Contemporary Art des Royal College of Art, London, 2006 – 2008 Dozentin für Ästhetik und Museumsmanagement an der FH Gelsenkirchen im Bereich Kulturmanagement. Zuletzt trat sie als Herausgeberin des Künstlerbuches David Hatcher – I Don’t Must, einer Anthologie dialogischer Weisheiten in Erscheinung. Redakteurin des artnet Magazins von 2008 bis 2010.

2010
November
Ist Kiew das neue Zentrum zeitgenössischer Kunst? In den Startlöchern stehen Viktor Pinchuks Museumspläne, das Kulturzentrum Arsenal, die Kunstmesse und – was sonst? – eine Biennale!
Oktober
Lesen oder nicht? Quellen zur russischen Avantgarde, ein Katalog zum Umgang mit dem Fremden in der Moderne und ein Band über die Politik des Zeigens.
Wieder erörtert eine Berliner Diskussionsrunde die Probleme der Kunstkritik. Die artnet-Redaktion fordert Geld und Raum für echte Fachkritik.
Ein Highlight im Berliner Galerienherbst: Mehdi Chouakri präsentiert in einer kleinen, feinen Schau Frühwerke von Künstlern aus dem Programm.
In der Ruhe liegt die Kraft: Das art forum berlin zeigt sich erstaunlich homogen. Oasen der Konzentration ermöglicht das neue Prinzip Einzelpräsentation.
Phyllida Barlow ist eine Künstlerin, die der Kunstbetrieb verspätet in die Arme geschlossen hat. In Wien ist nun zu sehen, wie sie Form und Politik versöhnt.
September
Wien macht sich selbst Konkurrenz: Neben dem Galerieprojekt curated by_vienna und der Vienna Art Week hat die Stadt nun auch ihr Galeriewochenende.
2009 war das Jahr der Änderungen. 2010 halten die Ko-Direktoren des art forum berlin, Peter Vetsch und Eva-Maria Häusler, an ihrem Konzept fest.
August
Fotografie in der DDR war eine zwiespältige Sache zwischen staatlicher Instrumentalisierung und Experiment. Ute Mahler im artnet-Gespräch.
Juli
Randvoll: Die Gruppenschau „where do we go from here?“ mit Kunst aus Ost- und Mitteleuropa in der Wiener Secession.
John Bock baute der Temporären Kunsthalle Berlin ein Kletterwabengerüst. Gefüllt ist es mit Kunst von Kollegen, die es schwer hat im Bock’schen Totaluniversum.
Sommerzeit in Wien. Einige Galerien gönnen sich mutige Abweichungen vom gewohnten Standard, andere zeigen lieber vorsichtige Ferienkost.
Gespräch mit Lourdes Morales, Mitglied im Kollektiv Laboratorio Curatorial 060. Hier wird erprobt, wie die Kunst auf soziale Krisen reagieren kann.
Juni
Beredter Sprachkollaps: Der aktuelle Film von Ján Mančuška bei Meyer Riegger ist höchst paradox. Denn er erzählt vom Ende aller Erzählungen.
Wer ein Spektakel der Thesen von der Berlin Biennale erwartet hatte, ist nun überrascht. Die Ausstellung bleibt neutral und überlässt den Künstlern den Raum.
Der Markt als geschichtliche Berufungsinstanz: Haunch of Venison führt die inoffizielle Kunst der Ex-Sowjetunion auf den globalen Kunstmarkt zurück.
Mai
Eine Autobiografie kann eine Ausstellung sein. Wie Paul McCarthy mit einem Künstlerbuch beweist. Wilhelm Uhdes Vita in Buchform ist Kulturgeschichte.
Der sozialistische Realismus war ideologisch eindimensional. Der Soz Art hingegen gelang seine Doppelcodierung und schaffte ironisch Distanz.
Der sozialistische Realismus war ideologisch eindimensional. Der Soz Art hingegen gelang seine Doppelcodierung und schaffte ironisch Distanz.
Wangechi Mutu ist hierzulande fast unbekannt. Nun bekommt sie den Preis einer Großbank und eine sehenswerte Schau im Deutsche Guggenheim in Berlin.
Curated by_vienna ist ein wunderbares Projekt, das Wiens Galerien zusammenbindet. Doch die kuratorische Aufgabe ist dieses Jahr kaum zu lösen.
Die VIENNAFAIR 2010 zeigt sich qualitativ immer noch disparat, überzeugt aber erneut mit ihrem Schwerpunkt auf Kunst aus Ost- und Zentraleuropa.
April
In Köln ist die Kunstszene im Aufbruch. Die Messe und die dc Open beweisen das. Nur der aktuelle Galerierundgang lässt diesen Geist vermissen.
Beim zweiten Mal ist es immer schwerer. Doch ART COLOGNE-Direktor Daniel Hug erfüllt die Erwartungen. Die Messe hält ihr hohes Niveau.
Malen nach Zahlen: Neo Rauch ist ein Marktphänomen. In kürzester Zeit stieg er zum Darling vor allem des US-amerikanischen Marktes auf.
Finanzielle und moralische Unterstützung in Zeiten eklatanter Budgetkürzungen: die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine zeichnet die Kölner Kollegen aus.
Warten auf Hilfe: Agnieszka Brzezanskas Schau in der daadgalerie ist eine Esoterik-Kompilation, taugt aber auch als Beschreibung des Kunstbetriebs.
Das Haus der Kulturen der Welt, Berlin, will das Potenzial der Wut erkunden. Doch die Schau zeigt Werke, deren Themen wütend machen.
Mehrere Galerien unter einem Dach zu bündeln ist eine bewährte synergetische Strategie. An der Schanz 1a in Köln wird sie seit 2002 verfolgt.
März
In Berlin werden die Wege für Kunstliebhaber länger. Sie reichen nun bis ins Hansaviertel, wohin Micky Schubert und Lüttgenmeijer gezogen sind.
Neue Konstellation im Kölner Süden: Die Galerien Michael Wiesehöfer und Schmidt Maczollek ziehen zu Thomas Zander in die Schönhauser Straße.
In Düsseldorf wurde das Programm der Quadriennale 2010 vorgestellt. Die dortigen Kunstinstitutionen rüsten sich zum Großevent.
„East Bound“ im Düsseldorfer KAI 10 Raum für Kunst will die fixen Koordinaten der Kunstwelt infrage stellen.
Passend zur Schau in München erzählt ein neues Buch aus Ed Ruschas Los Angeles. Im Zeichnungs-Katalog des MoMA hingegen schweigen die Bilder.
Selbstanalyse durch Destillation: Thomas Feuerstein macht bei Thoman, Innsbruck, aus einem Wissenschaftsexperiment eine Kunstmetapher.
Der jüngste Aufwärtstrend am Kunstmarkt setzt sich fort. Auch die Armory Show in New York verzeichnet ein solides Wachstum.
Adrien Tirtiaux baut eine Ausstellung aus Minimalformen, Michael Hakimi erprobt, an welchem Punkt eine Form ihre Erzählmacht verliert.
Oft war der Kunstbetrieb nach Größe süchtig. In Wien aber beweisen die Galerien gerade Augenmaß. In ihren Nebenräumen zeigen sie Mut zum Experiment.
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen führt Moderne und Zeitgenossen wieder zusammen, ist dabei aber nicht konsequent.
Februar
„The Exhibitionist“ ist das erste Magazin von Kuratoren für Kuratoren. Eine solche Zeitschrift war überfällig, braucht aber dringend mehr Selbstkritik.
Wer Kunst sehen will, muss reisen. Doch das ist nicht immer möglich. Zum Glück entschädigen die meisten Museen mit Katalogen.
Auch Künstler brauchen Glück. Rudolf Stingel war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und befreit die Berliner Neue Nationalgalerie vom Deutschlandpathos.
Die Temporäre Kunsthalle Berlin hat bei Phil Collins ein Autokino bestellt. So wird ein guter Künstler von einer einfallslosen Institution als Kurator verbraucht.
Beim Auftritt der Berliner Galerien in Paris dominieren Zweier- und Gruppenschauen. Doch nicht jede Konstellation gelingt.
Zeit für einen Wechsel. Susanne Gaensheimer, Direktorin des Frankfurter MMK, wird Kommissarin für den Deutschen Pavillon in Venedig.
Gegenbesuch an der Seine. Nun sind die Berliner nach Paris gereist und zeigen im Rahmen des Galerienaustauschs Berlin-Paris ihr Programm in Frankreich.
Januar
Die Ausstellung „Utopia Matters“ in der Deutschen Guggenheim, Berlin, unternimmt einen Exkurs in die Geschichte radikaler und idealistischer Künstlergruppen.
Wie mit den fremden Gästen im eigenen Haus umgehen? Die gemeinschaftlich kuratierte Schau ist eine Antwort beim Galerienaustausch Berlin-Paris.
Der Galerienaustausch Berlin-Paris geht in die zweite Runde. Viele der 13 Berliner Galerien haben sich dabei für klassische Positionen entschieden.
Die Chapman-Brüder haben ihre pathetisch aufgeladenen, skandalträchtigen Werke miniaturisiert und setzen so einen Schlusspunkt unter ihr Werk.
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