21. Dezember 2006
Es wäre voreilig, den Kunstphilosophen Jean-François Lyotard, der sein Denken an der Avantgarde der klassischen Moderne erprobte, in post-avantgardistischen Zeiten für überholt zu erklären. Was seine Aktualität ausmacht ist, dass er den zwanglosen Zwang zur Konformität noch dort aufzuspüren hilft, wo er im Namen künstlerischer Nonkonformität auftritt. Und den Eindruck, dass sich im globalisierten Kunstbetrieb über den wenigen Arbeiten, die etwas zu sehen, zu denken geben der Müll türmt, sollte man sich nicht hinter vorgehaltener Hand zuflüstern müssen – meint nicht nur Michael Mayer.