Anna Blume Huttenlauch

ist als Rechtsanwältin in Berlin tätig. Sie studierte Jura und Kunstgeschichte in Passau, Berlin und New York und wurde an der Humboldt Universität Berlin mit einer Arbeit zu Rechtsfragen der Appropriation Art promoviert. 2004/2005 absolvierte sie ein Masterstudium in New York und wurde dort 2005 als Anwältin zugelassen. Anna Blume Huttenlauch publiziert regelmäßig in verschiedenen Fachzeitschriften zu kunstrechtlichen Themen.

2011
August
Frank Stella kritisiert das Fehlen von Folgerechtsregelungen in den USA. Dabei galt genau das bisher als großer Standortvorteil des amerikanischen Marktes.
Mai
Die Geschichte des Folgerechts ist eine der großen Irrtümer. Nur Gutes hatten seine Erfinder in den 1960-Jahren im Sinn. Doch in Zeiten der Globalisierung des Kunstmarktes erweist sich das immer wieder revidierte Bürokratengespinst zunehmend als echter Standortnachteil.
März
Sampling, Kopieren und Appropriation sind in der Kunst eine gängige Praxis. Nun klagt ein New Yorker Fotograf gegen den Street Artist Mr. Brainwash wegen der Verwendung seiner Aufnahme der Rap-Gruppe Run DMC aus dem Jahr 1985.
2010
Oktober
Folgenreiches Urteil: Das Landgericht Düsseldorf hält die fotografische Dokumentation einer Aktion von Joseph Beuys für eine Verletzung des Urheberrechts.
Juli
Unsere Gesellschaft ist auf Expertenwissen gebaut. Im Fall der Kunstexpertise erweist es sich aber als schwierig, einen Experten für sein Urteil haftbar zu machen.
Seit 2006 müssen alle EU-Staaten Folgerechtsregelungen haben. Doch die sind uneinheitlich, wie ein Streit um Werke Salvador Dalís zeigt.
Februar
Der Pariser Ableger des Auktionshauses Christie’s versucht, dem Käufer Folgerechtskosten aufzuerlegen. Nun kommt es zum Rechtsstreit.
2009
Dezember
Der Streit um Kunst und Pornografie schien ausgestanden. Ein aktueller Fall in London aber gibt den Sittenwächtern Auftrieb.
Juli
Die Kulturgeschichte ist auch eine Geschichte der Kulturraubzüge. Ein neuer Tagungsband sucht Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Jahrhunderten.
März
Wann verletzt eine künstlerische Appropriation das Urheberrecht? Eine heikle Frage für Juristen. Aktuell müssen sie die Klage eines französischen Fotografen gegen Richard Prince verhandeln.
2008
November
Das Jüdische Museum dokumentiert an fünfzehn Einzelfällen den Raub von Kulturgütern durch die Nazis und ihre Rückerstattung.
Juni
Auf Vermittlung der Limbach-Kommission zeichnet sich in einem Restitutionsfall zwischen dem Land Hessen und einem Nachkommen gütliche Einigung ab.
Mai
In Darmstadt ist die kontroverse Diskussion um die Frage einer Sanierung und Neueinrichtung der Räume des "Block Beuys" wieder entflammt.
März
Eine Tagung in New York widmete sich nicht nur den historischen Aspekten von Restitution, sondern besichtigte auch die aktuelleren Tatorte.
2007
September
Gilt das deutsche Folgerecht auch für Kunstverkäufe, bei denen das Werk sich schon außer Landes befindet?
August
Die Koordinierungsstelle für Kulturgüterverluste Magdeburg gibt ein Kompendium zum Kulturgüterrecht heraus.
Juli
Der Künstler Kani Alavi verklagte die Bundesrepublik Deutschland auf Schadenersatz, weil sein Mauer-Graffito nach New York transportiert wurde.
Keine Restitution: Gerichte in den USA entscheiden gegen Rückgabe zweier Gemälde von van Gogh und Gauguin aus der Sammlung Nathan.
Das Landgericht Kassel weist einen Eilantrag Ayse Erkmens gegen Peter Friedl und die documenta zurück.
Mai
Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt erneut wegen des Verdachts der Untreue im Fall der Restitution der Berliner Straßenszene von Ernst Ludwig Kirchner.
Immer wieder kollidieren europäische Urheberrechtsordnungen mit der gängigen Praxis postmodernen Kunstschaffens.
April
Prominente Kunstmarkt-Akteure haben sich in Paris zusammengeschlossen, um den Handel mit Russischer Avantgarde transparenter zu gestalten.
März
Ein jüngst erdachtes Rechtsmodell könnte den internationalen Kunst-Leihverkehr befördern, indem es Kunstwerken Diplomatenstatus verleiht.
Februar
Wo liegen die juristischen Unterschiede zwischen den Restitutionsfällen Plakatsammlung Sachs und Straßenszene Kirchner?
2006
Dezember
Was ist eigentlich aus der Strafanzeige gegen den ehemaligen Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Thomas Flierl, geworden?
November
In der Berliner Akademie der Künste widmete man sich in einer Gesprächsrunde am 17. November dem Spannungsfeld Kunst und Urheberrecht.
Mehrere originale Möbelensembles des Belgiers van de Velde kommen nach langer Abstinenz vom Kunstmarkt am 2.November bei von Zezschwitz in München zur Auktion.
Oktober
Appropriation Art ist mehr als bloß schöpferischer Parasitismus. Die Initiative „Appropriation Art – A Coalition of Art Professionals“ stellt nun Forderungen.
Seit 21 Jahren keine Gehaltserhöhung? Die Novelle zum Urheberrecht bereitet vielen Urhebern Sorge.
Der Ausschuss für Kultur und Medien berät über den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Umsetzung der UNESCO-Kulturgüterschutz-Konvention von 1970.
August
Ein Kommentar zum juristischen Hintergrund der Rückgabe von Kirchners „Berliner Straßenszene“
Juli
Welche Bedeutung kommt dem UNESCO-Abkommen zum Schutz kultureller Vielfalt zu, das die Berechtigung nationaler Kulturpolitik völkerrechtlich festschreibt?
Mai
Die europäische Richtlinie zum Folgerecht und ihre Auswirkungen auf den Kunsthandel.
Januar
Mit dem „Guerilla-Franchising“ der Kuratoren der vierten Berlin Biennale wird eine Galeriengründung zur Kunstaktion.