Adele Bloch-Bauer nach New York
Goldene Zeiten
Henrike von Spesshardt
20. Juni 2006
Das Anfang dieses Jahres an die rechtmäßigen Erben restituierte Porträt der Adele Bloch-Bauer von Gustav Klimt sei für mutmaßliche 135 Millionen US-Dollar an den amerikanischen Unternehmer Ronald S. Lauder verkauft worden, so berichtet die gestrige Ausgabe der „New York Times“. Der Präsident und Besitzer des New Yorker Museums Neue Galerie, in dem die „Goldene Adele“ in Zukunft der Öffentlichkeit zugänglich sein wird, zahlte damit den höchsten Preis, der jemals für ein Gemälde bewilligt wurde. Bisher führte der im Mai 2004 in New York bei Sotheby’s für 104 Millionen US-Dollar versteigerte Garçon à la pipe von Pablo Picasso die Weltrangliste der Höchstverkäufe an. Nach einem heutigen Bericht der New York Times möchten die Erben auch die in ihrem Eigentum verbleibenden, weiteren vier Bilder Klimts verkaufen. Voraussetzung für die Abgabe des Hauptwerkes mit der Darstellung der Vorfahrin war jedoch gewesen, dass das Porträt auch in Zukunft dem Publikum zugänglich zu sein habe. Maria Altmann, die 90-jährige Nichte der Dargestellten, sei mit der jetzigen Lösung sehr zufrieden.
Adele ade!
von Henrike von Spesshardt
Fünf zentrale Klimt-Werke aus der Sammlung des Wiener Belvedere müssen nach jüngst veröffentlichtem Schiedsspruch an die in Los Angeles lebenden Erben zurückgegeben werden.