15. September 2005
Kunst ist immer Transformation – Farbpigmente verwandeln sich in Empfindung, Videoclips in Assoziationsgewitter. Ein weites Feld tut sich somit auf, wenn eine thematische Ausstellung sich den Titel A Kind Of Magic – Die Kunst des Verwandelns gibt. Das Kunstmuseum Luzern im imposanten Jean-Nouvel-Bau zielt mit der Schau offensichtlich aufs breite Publikum, das sich, angelockt von einer „Hereinspaziert in die Manege“-Geste, Kunststücke präsentieren lassen will. Magie, das evoziert vor allem der Vernunft unzugängliche Phänomene, etwa aus dem Zylinderhut gezogene weiße Hasen oder einen David Copperfield, der hinter Rauchschwaden verschwindet. Keine Frage, hier besinnt sich ein Kuratorenteam mehr auf die Verführungskraft und Sinnlichkeit zeitgenössischer Kunst statt die Verästelung irgendeines Diskurses illustrieren zu wollen, mit dem bloß ein Fachpublikum zu befriedigen wäre.
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Brigitte Ulmer