Louis Icart (französisch, 1888 – 1950) gilt aufgrund seiner Skizzen und Druckgrafiken als ein bedeutender Vertreter der Art-déco-Bewegung. Er wurde als erstes Kind von Jean und Elisabeth Icart in Toulouse, Frankreich geboren. Bereits in jungen Jahren interessierte er sich für Kunst und zeichnete hauptsächlich Modeskizzen. Zu dieser Zeit befand sich die Modebranche im Umbruch vom konservativen Design des 19. Jahrhunderts zur schlichten Mode zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Icart arbeitete für große Modestudios, seine Initialen L.I. waren auf Damenbekleidung hoch angesehen. Während seiner Zeit im Ersten Weltkrieg skizzierte er weiter, um seine Erfahrungen und Ängste zu verarbeiten. Nach dem Krieg zog er nach Paris und konzentrierte sich auf die Malerei und schuf Radierungen. Icart erstellte aufwendige Druckgrafiken mit Aquatinta-Technik und Kaltnadelradierung. Diese stellen Frauen in sinnlich erotischen Posen dar.

In den 1920er Jahren war Art déco sehr beliebt in Paris. Icarts Radierungen und Gemälde waren weitestgehend von Impressionisten wie Claude Monet beeinflusst, gelten aber wichtige Beispiele des Art décos. Sein Zeichnungen weisen den Glanz der Werke von Symbolisten wie Gustave Moreau auf. Icarts wollte nie mit der zeitgenössischen Kunst in Verbindung gebracht werden. Seinen größten künstlerischen und finanziellen Erfolg machte er Ende der 1920er Jahre.

Seine Werke erschienen in Modepublikationen und Ateliers in Europa und in den USA. Zu seinen sehr beliebten Bildern, die seit 1925 als überragend galten, zählen Paresse und La lait renversé. Icart verstarb am 20. Dezember 1950 in seinem Haus in Montmartre, Frankreich.

Chronik

1888
Born in Toulouse, France
1950
Died in Paris, France
Lived in New York City, famous for his Art-Deco

Ausstellungen