Justine Kurland (amerikanisch, geb. 1969) ist eine zeitgenössische Kunstfotografin, die für ihre großen Bilder von Menschen und Kindern an versteckten und geheimnisvollen Orten bekannt ist. Sie wurde in Warsaw, New York geboren und ihr Studium an der Kunstschule School of Visual Arts in New York schloss sie 1996 mit einem Bachelor of Arts ab. 1998 machte sie ihren Master of Arts an der Yale University in Connecticut. Sie wurde geprägt von ihren Lehrern an der Yale University Gregory Crewdson und Philip-Lorca diCorcia. Sie ist bekannt für kunstvolle Inszenierungen ihrer Fotografien.

In Kurlands Landschaften mit jungen Kindern, Männern und Frauen visualisiert sie die Reinheit der Jugend mit der ungezügelten Wildheit. Ihre Werke mit Wildschweinen und umherrennenden Kindern in der Einöde einer Vorstadt sind großer Teil ihres Buchs Spirit West von 2000. Um diese Fotos in Szene zu setzen, bereiste sie große Teile der Vereinigten Staaten, u.a. Virginia und Kalifornien. Sie reiste auch mehrere Monate durch Neuseeland. Ihre utopisch wirkenden Aufnahmen in Virginia und Kalifornien wurden in Einzelausstellungen in London und Wien gezeigt.

Kurland ist sehr naturverbunden und sie beschäftigt sich mit den Urinstinkten der Menschheit. Für ihr Buch Old Joy von 2004 hat sie meist unbekleideten Menschen in der Natur fotografiert. Kurland thematisiert mit ihren Fotografien viele unterschiedliche Themen. In ihrer Ausstellung von 2004 Songs of Experience untersuchte sie mittelalterliche und religiöse Bilder. In der Welt des Mainstreams wurde sie durch Veröffentlichungen in der New York Times, in der Vogue oder in der Elle bekannt. Ihre Fotos sind auf dem Cover und in den Liner Notes des Albums Dead Cities, Red Seas & Lost Ghosts der Band M83 zu sehen. Bekannte Werke der Künstlerin sind u.a. After Darius Kinsey, Snake und Hemp Bracelets for Spanging.

Kurlands Arbeiten wurden u.a. in der Monte Clark Gallery in Kanada, in der CEPA Gallery in New York und in der Elizabeth Leach Gallery in Oregon gezeigt. Sie gilt als eine der führenden Fotografen der Natur- und Urszenenfotografie und sie inspiriert viele andere Künstler. Kurland lebt und arbeitet in New York.

Chronik

1969
Born in Warsaw, New York
1996
B.F.A., School of Visual Arts, New York, NY
1998
M.F.A., Yale University, New Haven, CT
Lives and works in New York, NY

Ausstellungen

2008
Generation, Art Gallery of Alberta, Edmonton, Alberta
2007
Art in America, Now, MOCA Shanghai, Shanghai
2006
Schauplatz Natur, Barbara Gross Galerie, Munich
2005
"Acting Out: Invented Melodrama in Contemporary Photography," Neuberger Museum of Art, Purchase, NY
2005
"Beyond Big: Oversized Prints - Drawings and Photographs," The Detroit Institute of Arts, Detroit, MI
2005
"Sad Songs," Illinois State University, Normal, IL
2003
"Strangers: The First ICP Triennial of Photography and Video," International Center of Photography, New York, NY
2003
"Justine Kurland: Golden Dawn - Photographs," Emily Tsingou Gallery, London, England
2003
"Child in Time," Gemeentemuseum Helmond, Boscotondohal, Helmond
2003
"Flesh Tones: 100 Years of the Nude," Robert Mann Gallery, New York, NY
2003
"Justine Kurland," ICA: Institute of Contemporary Art, Philadelphia, PA
2002
"Violence the True Way," Galerie Peter Kilchmann, Zurich
2002
"Justine Kurland," Artspace, Auckland
2002
"Regarding Landscape," mocca: Museum of Contemporary Canadian Art, Toronto, Ontario
2002
"Justine Kurland," MoCP: The Museum of Contemporary Photography, Chicago, IL
2002
"Justine Kurland: Spirit West," Torch Gallery, Amsterdam
2001
"Justine Kurland," Galerie Rodolphe Janssen, Brussels
2001
"Video Jam," The Palm Beach Institute of Contemporary Art (PBICA), Lake Worth, FL
2001
"Settings and Players: Theatrical Ambiguity in American Photography," White Cube, London, England
2000
"Identities," Galerie Rodolphe Janssen, Brussels
2000
"Nothing in Common: A Group Exhibition," Audiello Fine Art, Inc., New York, NY
1998
"Justine Kurland," Artists Space, New York, NY