Jean Dufy (französisch, 1888 – 1964) wurde in Le Havre als siebtes von elf Kindern geboren. Einer seiner Brüder war der namhafte Künstler Raoul Dufy. Sein Vater war Buchhalter in einer Metallfirma sowie ein talentierter Amateurmusiker. 1912 zog Dufy nach Paris und traf hier auf Künstler wie André Derain, Georges Braque, Pablo Picasso und Guillaume Apollinaire.

Nachdem Dufy für kurze Zeit mit seinem Bruder im Atelier für Textilmalerei Bianchini-Férier in Lyon arbeitete, begann seine 30-jährige Künstlerkarriere mit seiner Tätigkeit in der Porzellanmanufaktur von Théodore Haviland in Limoges.

1920 zog Dufy ins Künstlerviertel Montmartre in Paris. In der Künstlerszene entwickelte er sein Talent als Farbenkünstler. Er traf hier auf einige große Musiker der damaligen Zeit und in seinen Werken spiegelt sich häufig das Zusammenspiel von Kunst und Musik wider. Er malte Szenen mit Musikern und Orchestern und platzierte in seinen Arbeiten teilweise auch Noten. Er ließ sich zusätzlich von Clowns und vom Zirkus inspirieren. In den folgenden Jahren kehrte er immer wieder nach Le Havre zurück und malte zahlreiche farbenfrohe Landschaften. Zur Weltausstellung 1937 wurde er mit seinem Bruder von dem Geschäftsführer des Pariser Stromversorgers beauftragt, den Pavillon der Elektrizität zu gestalten.

Zwischen 1950 und 1960 reiste Dufy innerhalb Europas und Nordafrikas. Paris blieb jedoch immer sein Lieblingsobjekt und er malte weiterhin die Parks, den Eiffelturm, das Leben in den Straßen und die Seine.

Dufy starb am 12. Mai 1964 in Boussay. Seine Werke sind Teil der Sammlungen von renommierten Museen in Europa und in den USA, darunter im Musée National d’Art Moderne und im Centre Pompidou in Paris, in der Albertina in Wien, im Art Institute of Chicago und im MoMA in New York.

Ausstellungen

2014
Galerie Jacques Bailly, Paris, France (solo)
2011
Galerie Jacques Bailly, Paris, France (solo)
2011
Raoul et Jean Dufy, Complicité et rupture, Musée Marmottan Monet, Paris, France
2009
American International Fine Art Fair, West Palm Beach, FL, USA (solo)
2002
Galerie Jacques Bailly, Paris, France (solo)
1987
Soufer Gallery, New York, NY, USA (solo)
1982
Boston Art Museum, Boston, MA, USA
1969
The Chase Gallery, New York, NY, USA (solo)
1968 – 1969
Wally Findlay Galleries, Chicago, IL, USA (solo)
1967
Raoul Dufy - Jean Dufy, Galerie Reine, New York, NY, USA
1966
Hofstra University, Hempstead, Long Island, NY, USA (solo)
1964
The Marble Arch Gallery, New York, NY, USA (solo)
1961
Recent Paintings, Hammer Galleries New York, NY, USA (solo)
1958
Galerie Abels, Cologne, Germany (solo)
1957
Hammer Galleries, New York, NY, USA (solo)
1957
Dominion Gallery, Montreal, Canada (solo)
1956
Galerie Barreiro Stiebel, Paris, France (solo)
1955
Van Diemen-Lillienfeld Gallery, New York, NY, USA (solo)
1953
Perls Galleries, New York, NY, USA (solo)
1952
James Vigeveno Galleries, Westwood Hills, Los Angeles, CA, USA (solo)
1951
Niveau Gallery, New York, NY, USA (solo)
1950
Georges de Braux, Inc., Philadelphia, PA, USA (solo)
1948
Old Paris Gallery, Boston, MA, USA (solo)
1948
Galerie Jos. Hessel, Paris, France (solo)
1947 – 1948
Georges de Braux Inc., Philadelphia, PA, USA (solo)
1939
Galerie A Barreiro, Paris, France (solo)
1938 – 1939
The Portland Art Museum, Portland, OR, USA
1938
Perls Galleries, New York, NY, USA (solo)
1930
Balzac Galleries, New York, NY, USA (solo)
1929
Galerie Bing et Cie, Paris, France (solo)
1927
Grand Palais des Champs-Elysées in the Salon d'Automne, Paris, France
1925
Galerie Vavin-Raspail (February 4 to 20) Paris, France (solo)
1923
Grand Palais des Champs-Elysées in the Salon d'Automne, Paris, France
1914
Galerie Berthe Weill, Paris, France (solo)