Der deutsch-französische Maler, Bildhauer und Lyriker Hans Arp, oder auch Jean Arp, wurde am 16. September 1886 in Straßburg geboren. In den Jahren von 1904 bis 1908 studierte Arp bildende Kunst an der Kunstschule in Weimar und an der Académie Julian in Paris. Er war 1911 Mitbegründer der Künstlervereinigung Moderner Bund. Arp pflegte engen Kontakt zu Künstlerkollegen wie Robert und Sonia Delaunay, Wassily Kandinsky, Amedeo Modigliani und Pablo Picasso. 1915 zog Arp nach Zürich. Dort arbeitete er eng mit Sophie Taeuber zusammen, die 1922 seine Ehefrau wurde. Arp gilt als Vertreter des Dadaismus. 1920 nahm er an der Ersten Internationalen Dada-Messe in der Berliner Galerie Otto Burchard teil. Im selben Jahr veröffentlichte er auf Vermittlung von Kurt Schwitters den Gedichtband Die Wolkenpumpe. Arp beteiligte sich an einer Vielzahl von künstlerischen Schriften wie De Stijl und La Révolution Surréaliste. 1925 war er in der ersten Gruppenausstellung der Surrealisten in der Galerie Pierre in Paris vertreten und nahm 1926 die französische Staatsbürgerschaft an. 1931 wurde Arp Mitglied der französischen Künstlergruppe Abstraction-Création. Er veröffentlichte zahlreiche Gedichte und Aufsätze. 1954 erhielt Arp auf der Biennale von Venedig den Internationalen Preis für Skulptur. Als weitere Auszeichnungen folgten u.a. Ritter der Ehrenlegion, 1960, Grand Prix National des Arts, Paris, 1963 und das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern, 1966. Arp nahm 1955 an der documenta 1, 1959 an der documenta 2 und 1964 an der documenta 3 teil. Retrospektiven seiner Arbeiten wurden 1958 im Museum of Modern Art in New York und im Musée National d’Art Moderne in Paris gezeigt. Arp starb am 7. Juni 1966 in Basel. Der Nachlass Arps sowie seine private Kunstsammlung befinden sich in der Pinakothek Casa Rusca in Locarno.

Chronik

1887
Born: Strasbourg, France (September 16)
1904
Ecole des Arts et Métiers
1905 – 1907
Kunstschule, Weimar
1908
Académie Julian
1951
Arp received the Grand Prize for Sculpture at the Vienice Biennale
1966
Died: Basel (June 7)

Ausstellungen

1986
Skulpturen Reliefs, Collagen, Zeichnungen, Galerie Renée Ziegler, Zurich (solo)
1970
Lithographien, Holzschnitte, Galerie Renée Ziegler, Zurich (solo)
1963
Tapisserien, Galerie Renée Ziegler, Zurich
1962
Sculptures, Dessins, Collages, Gravures, Galerie Renée Ziegler, Zurich (solo)
1958
Retrospective. Museum of Modern Art, NY
Retrospective. Musée National d'Art Moderne, Paris
1949
Curt Valentin's Buchholz Gallery, New York (solo)
1925
Galerie Pierre, Paris
1922
Kongress der Konstruktivisten, Weimar
Exposition Internationale Dada at Galerie Montaigne in Paris.