Quartalsberichte zum Geschäftsverlauf

Halbjahresbericht per 30. Juni 1999

Erfolgreiches erstes Halbjahr 1999
Wir freuen uns, Ihnen rund drei Monate nach der Einführung der artnet-Aktien in den Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse unseren ersten Halbjahresbericht vorlegen zu dürfen.

In den vergangenen sechs Monaten sind wir in unseren etablierten Geschäftsbereichen beträchtlich gewachsen und gleichzeitig erfolgreich in neue Tätigkeitsfelder gestartet. Dabei beruhen diese Fortschritte aufgrund des erst wenige Wochen vor Halbjahresende erfolgten Börsengangs nur geringfügig auf der damit zusammenhängenden Kapitalausstattung und Öffentlichkeitswirkung, so dass für die kommenden Monate mit einer weiteren Beschleunigung des Wachstums gerechnet werden darf.


Erlöse: vom Umsatz:
Umsätze mehr als vervierfacht  

Bis 30. Juni 1999 beliefen die Umsätze unserer Gesellschaft sich auf insgesamt 1,6 Mio. US$. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ist dies ein Anstieg von 329 Prozent.

Auktionen mit starkem Auftakt  

Wichtigster operativer Meilenstein war im Berichtszeitraum der Start unserer Online-Auktionen am 29. März. Innerhalb von nur drei Monaten haben wir bewiesen, was viele Kritiker für unmöglich gehalten hatten, nämlich dass sich auch hochwertige Kunstwerke via Internet erfolgreich und zu hohen Bewertungen verkaufen lassen.

Per 30. Juni belief der Umsatz aus dem Auktionsgeschäft sich auf 498.000 US$. Insgesamt wurden 115 Objekte versteigert, so dass der Durchschnittspreis rund 4.330 US$ betrug. Dieser Wert deckt sich mit den Erfahrungen aus dem traditionellen Auktionsgeschäft, wo etwa 80 Prozent aller Verkäufe auf Lose unter 5.000 US$ entfallen.

Unter den von artnet versteigerten Losen befinden sich mehrere sehr bekannte Objekte, darunter Roy Lichtensteins Werk Nude with blue hair, für das mit 18.620 US$ ein zuvor auf Auktionen noch nicht erreichter Preis erzielt wurde. Auch Andy Warhols Pop Icon $9 wurde auf einem sehr hohen Niveau zugeschlagen, der Preis von 11.025 US$ stellt die höchste Bewertung seit zehn Jahren dar.

Die erfreuliche Entwicklung der Auktionen hat dazu geführt, dass eine immer grössere Zahl von Händlern immer mehr und zunehmend bekanntere Einlieferungen vornimmt, wodurch wiederum die Attraktivität für den potentiellen Käufer erheblich steigt. Ausserdem sind die Online-Auktionen zweifelsohne der öffentlichkeitswirksamste Bereich unseres Angebots, dessen Dynamik auch die Vermarktung der übrigen Leistungen beschleunigt.

Zahlreiche neue Galeriekunden  

Bei den Webpräsenzen für Galerien und Künstler kam es in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres zu einem Umsatzanstieg um 259 Prozent auf US$ 863.100.

Ein Teil dieses Erfolges ist sicherlich auf das Auktionsgeschäft und die daraus resultierende Sensibilisierung des Kunstmarktes für die Chancen des Internets zurückzuführen; den eigentlichen Schub brachten jedoch die konzentrierten Verkaufsanstrengungen, für die bereits in den Vorjahren eine gute Basis gelegt worden war. Hinzu kommt, dass die zunehmende Präsenz von artnet in den Medien und das sich erweiternde Serviceangebot ständig mehr Kunden anziehen.

In einer  Zeit steigender Erträge je Kunde lag die Erneuerungsrate bei 80 Prozent, was den hohen Nutzwert von artnet für die institutionellen Kunden unterstreicht.

Auktionsdatenbank mit weiterhin konstantem Wachstum  

Unser ursprüngliches Stammgeschäft, die in dieser Form weltweit einzigartige bebilderte Auktionsdatenbank, erfreut sich weiterhin eines ungebrochenen Wachstums. Die Erlöse stiegen im Berichtszeitraum auf 215.300 US$, was gegenüber der vergleichbaren Vorperiode einem Plus von 77 Prozent entspricht.

Dies ist umso bemerkenswerter, als artnet die Preise für den Datenbankzugang im Februar um 50 Prozent erhöht hat. Die Nachfrage nach dem Datenspeicher wurde, für das Internet eigentlich untypisch, von dieser Erhöhung nicht beeinträchtigt.

Die Auktionsdatenbank ist ausserdem nicht nur eine Einnahmequelle, sondern für unsere Kunden auch eine Hilfestellung bei der Abgabe von Geboten, wie sie von anderen (Online)-Auktionshäusern nicht geboten werden kann. Dies wird auch weiterhin ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sein.

Buchgeschäft im Aufwind  

Die Sonstigen Erlöse beliefen sich auf insgesamt 15.500 US$, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Steigerung um 75 Prozent bedeutet.

Den Löwenanteil daran hat unser Online-Bookshop, der im Februar gestartet ist und zahlreiche Querverweise auf den Auktionsbereich, die Galerie-Webpräsenzen und das Online-Magazin aufweist. Per 30. Juni umfasste der Bestand rund 12.000 Titel, mittlerweile wurde das Angebot auf über 14.000 Bücher ausgeweitet. Als zusätzliche Dienstleistung werden inzwischen Spezialaufträge für seltene und nicht mehr im Druck befindliche Bücher entgegengenommen. Diese Dienstleistung findet beim Publikum nachhaltigen Anklang.

ArtNet Magazine verpflichtet weitere namhafte Autoren  

Unser kostenlos verfügbares Online-Magazin erfreut sich ebenfalls steigender Beliebtheit. Das von Walter Robinson, einer weltweit anerkannten Autorität, künstlerisch betreute ArtNet Magazine ist ein Schlüsselelement unseres Angebotes und eine wichtige Attraktion für unsere gesamte Kundenbasis – Galeriekunden, bekannte Sammler und private Kunstliebhaber.

Das Magazin wird redaktionell gestaltet von bekannten Persönlichkeiten der Kunstszene, darunter Thomas Hoving (früher Direktor des Metropolitan Museum of Art), Stanley Abercrombie (Chefredakteur von Interior Design) und Wendell Garrett (Sotheby‘s, Senior Vice President of American Decorative Arts). Die Attraktivität dieser Beiträge führt wiederum zu Einnahmen durch Sponsoring.

Inhalt, eCommerce und Community  

Zusammenfassend betrachtet, baut unsere Tätigkeit auf drei Säulen auf: Inhalt, eCommerce und Community. Im Unterschied zu allen anderen kunstorientierten eCommerce-Anbietern im Internet ist unser Ausgangspunkt die hochwertige inhaltliche Seite. Durch unsere sachkundigen Mitarbeiter, angefangen mit unserem CEO Hans Neuendorf, der den Kunstmarkt aus jahrzehntelanger Erfahrung genau kennt, bis zu unseren zahlreichen Experten aus bekannten Auktionshäusern, Museen und Medien wissen wir alles über den Bedarf, die Interessen und die Probleme unserer Kunden.

Unser hoch angesehenes Magazin, die einzige Kunstmarkt-Publikation mit einem täglichen Erscheinungsrhythmus, ist zur Pflichtlektüre aufgestiegen und wird besonders häufig besucht. Unsere Auktionsdatenbank stellt eine wichtige Informationsquelle für Händler, Museen und Sammler dar. Durch unser umfassendes Wissen über alle Facetten des Kunstgeschäftes verfügen wir wie kein Zweiter über den Zugang zur Community der Galerien.

Dem Content folgt an zweiter Stelle der eCommerce, der exakt die Funktionsweise des Internets widerspiegelt: Einem stark fragmentierten und ineffizienten Markt wird auf vollständig neue Weise begegnet. Von einer naturgemäss niedrigen Basis aus erweist sich jeder Erfolg als Multiplikator, der in dem Masse, wie Zweifler zu engagierten Teilnehmern werden, eine Vielzahl von Neukunden anzieht.

Forciertes Marketing durch Erlöse des Börsengangs  

Mit den Erlösen aus dem Börsengang wenden wir uns nun der dritten Säule, der Community, zu. Aktuell stehen wir mit mehreren „Global Playern" des Internets in Verhandlungen, um uns durch strategische Partnerschaften einem noch breiteren Publikum zu öffnen, dadurch unseren Markt zu erweitern und gleichzeitig unsere ökonomische Erfolgsbasis zu maximieren.

In den kommenden Monaten wird artnet eine ganze Reihe von Massnahmen starten, mit denen durch echtes „Community Building" unser Bekanntheitsgrad, die Nutzerzahl und damit auch die Einnahmen beträchtlich steigen werden. Einige dieser Initiativen werden in der Rubrik „Vorhaben zur Entwicklung der Geschäftstätigkeit" näher dargestellt.

Aufwendungen und Jahresverlust:
Erhöhte Aufwendungen für weiteres Wachstum  

Die betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtszeitraum 5,0 Mio. US$ gegenüber 1,2 Mio. US$ in der Vorjahresperiode.

Die betrieblichen Aufwendungen in bar, d.h. die betrieblichen Aufwendungen abzüglich unbarer Vergütungen, Abschreibungen und uneinbringlicher Aussenstände, beliefen sich auf 2,2 Mio. US$ gegenüber 0,9 Mio. US$ im 1. Halbjahr 1998. Darin enthalten sind in erster Linie die höheren Ausgaben für Verkäufe, Marketing und Infrastruktur zur weiteren Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit.

Für das Gesamtjahr gehen wir davon aus, dass es durch die Aufstockung des Personalbestands, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder und erhebliche Aufwendungen im Marketingbereich (Werbung in Print- und Online-Medien, allgemeine Branding-Aktionen) zu einer weiteren Erhöhung in diesem Bereich kommt.

Die Steigerung bei unbaren Aufwendungen enthält Belastungen für Leistungen im Rahmen des Börsengangs, wonach entsprechend der Vorschrift APB 25 der US GAAP „Berücksichtigung von Aktienoptionsprogrammen für Mitarbeiter" die Differenz zwischen Einstiegspreis und erstem öffentlichen Ausgabepreis von Aktienoptionsprogrammen für Mitarbeiter für den Übertragungszeitraum der Optionen von fünf Jahren auszuweisen ist. Wie andere Internet-Unternehmen betrachtet auch artnet die Möglichkeit zur Ausgabe von Aktienoptionen für Mitarbeiter als wichtiges Instrument in einem harten Wettbewerb um qualifizierte Kräfte. Erfreulicherweise entsteht entsprechend den jetzt geltenden Vorschriften keine Belastung der Erlöse durch künftige Optionsgewährungen, da für diese die dann geltenden Marktpreise zur Anwendung kommen.

Die Zunahme bei den Abschreibungen ist das Resultat der Investitionen in Computer-Hardware und der Verbesserung von Leasingverträgen.

Der Rückgang bei aufgelaufenen uneinbringlichen Aussenständen drückt eine Verbesserung der Inkassomechanismen aus.

 

Jahresverlust erhöht  

Jahresverlust erhöht Einnahmen und Kosten bei Zinsen sowie andere Transaktionen blieben ohne erhebliche Auswirkungen und ergaben einen Verlust vor Minderheitenanteilen von 5,0 Mio. US$ gegenüber 1,4 Mio. US$ im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Nach Minderheitenanteilen belief der Fehlbetrag sich auf 3,9 Mio. US$ und lag somit rund 178 Prozent höher als im 1. Halbjahr 1998 (1,4 Mio. US$ Verlust).

 


Bruttogewinn vom Umsatz:
Bruttogewinn noch negativ, aber verbessert  

Bruttogewinn noch negativ, aber verbessert Was den Bruttogewinn vom Umsatz angeht, ist es im Berichtszeitraum zu einer leichten Verbesserung von –144.517 US$ im 1. Halbjahr 1998 auf nunmehr –92.229 US$ gekommen.

Die von uns bei mehreren Dienstleistungen vorgenommenen Preiserhöhungen werden sich in den Zahlen erst nach Prolongation der Jahresverträge niederschlagen. Es ist jedoch besonders in der jetzigen Marktphase wichtig, kundenfreundliche Preise anzubieten, so dass der Schwerpunkt für uns stärker auf der Entwicklung des Kundenstamms als auf der Ausübung von Preismacht liegt.

Aufwendungen und Jahresverlust:
Erhöhte Aufwendungen für weiteres Wachstum  

Die betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtszeitraum 5,0 Mio. US$ gegenüber 1,2 Mio. US$ in der Vorjahresperiode.

Die betrieblichen Aufwendungen in bar, d.h. die betrieblichen Aufwendungen abzüglich unbarer Vergütungen, Abschreibungen und uneinbringlicher Aussenstände, beliefen sich auf 2,2 Mio. US$ gegenüber 0,9 Mio. US$ im 1. Halbjahr 1998. Darin enthalten sind in erster Linie die höheren Ausgaben für Verkäufe, Marketing und Infrastruktur zur weiteren Entwicklung unserer Geschäftstätigkeit.

Für das Gesamtjahr gehen wir davon aus, dass es durch die Aufstockung des Personalbestands, die Entwicklung neuer Geschäftsfelder und erhebliche Aufwendungen im Marketingbereich (Werbung in Print- und Online-Medien, allgemeine Branding-Aktionen) zu einer weiteren Erhöhung in diesem Bereich kommt.

Die Steigerung bei unbaren Aufwendungen enthält Belastungen für Leistungen im Rahmen des Börsengangs, wonach entsprechend der Vorschrift APB 25 der US GAAP „Berücksichtigung von Aktienoptionsprogrammen für Mitarbeiter" die Differenz zwischen Einstiegspreis und erstem öffentlichen Ausgabepreis von Aktienoptionsprogrammen für Mitarbeiter für den Übertragungszeitraum der Optionen von fünf Jahren auszuweisen ist. Wie andere Internet-Unternehmen betrachtet auch artnet die Möglichkeit zur Ausgabe von Aktienoptionen für Mitarbeiter als wichtiges Instrument in einem harten Wettbewerb um qualifizierte Kräfte. Erfreulicherweise entsteht entsprechend den jetzt geltenden Vorschriften keine Belastung der Erlöse durch künftige Optionsgewährungen, da für diese die dann geltenden Marktpreise zur Anwendung kommen.

Die Zunahme bei den Abschreibungen ist das Resultat der Investitionen in Computer-Hardware und der Verbesserung von Leasingverträgen.

Der Rückgang bei aufgelaufenen uneinbringlichen Aussenständen drückt eine Verbesserung der Inkassomechanismen aus.

 

Jahresverlust erhöht  

Jahresverlust erhöht Einnahmen und Kosten bei Zinsen sowie andere Transaktionen blieben ohne erhebliche Auswirkungen und ergaben einen Verlust vor Minderheitenanteilen von 5,0 Mio. US$ gegenüber 1,4 Mio. US$ im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Nach Minderheitenanteilen belief der Fehlbetrag sich auf 3,9 Mio. US$ und lag somit rund 178 Prozent höher als im 1. Halbjahr 1998 (1,4 Mio. US$ Verlust).

 


Liquidität und Kapitalreserven:
Beträchtliche finanzielle Ressourcen  

Bedingt durch den Mittelzufluss aus dem Börsengang verfügte artnet. com per 30. Juni 1999 über einen Barbestand von 23,4 Mio. US$. Seit ihrer Gründung finanziert die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit vorwiegend durch Eigenkapital.

 

Leicht gestiegener Einsatz von Reinbarmitteln  

Der Einsatz von Reinbarmitteln für die Geschäftstätigkeit lag bei 2,0 Mio. US$ im Vergleich zu US$ 1,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Bareinsatz war in erster Linie das Ergebnis betrieblicher Verluste. Der Abfluss von Barmitteln durch Investitionstätigkeit erreichte 1,4 Mio. US$, während diese Position im vergleichbaren Vorjahreszeitraum ohne Wert war. Im Rahmen des Börsengangs wurden Bargelder in den Erwerb von 79,6 Prozent der Artnet Worldwide Corporation sowie von eigenen Aktien investiert. Daneben flossen Barmittel in den Kauf von Anlagevermögen, vorwiegend Computertechnik. Die Reinbarmittel aus Finanzierungstätigkeit betrugen 25,6 Mio. US$ gegenüber 1,5 Mio. US$ im Vorjahreszeitraum. Erlöse aus dem Verkauf von Stammaktien erbrachten in den ersten sechs Monaten des Jahres 1999 25,2 Mio., der Vergleichswert für das erste Halbjahr 1998 betrug 1,5 Mio. US$.

 


Vorhaben zur Entwicklung der Geschäftstätigkeit:
Themen-Events zu populären Kunstwerken  

artnet geht mit einem sehr aktiven Marketingkalender in die Herbstsaison. Wichtigste Neuerung ist dabei ein Monatskalender mit Themen-Events: Der erste thematische Verkauf unter dem Titel Ikonen des 20. Jahrhunderts beginnt am 16. September. Dabei wird artnet in den Online-Auktionen Kunstwerke von bedeutenden Meistern des 20. Jahrhunderts anbieten, im Bookshop eine zusätzliche Boutique mit themenbezogenen Artikeln einrichten und aus den Angeboten der im Forum vertretenen Galerien eine virtuelle Sonderausstellung zusammentragen. Der Event wird beworben in der „New York Times" und anderen weltweit verbreiteten Zeitungen, in sämtlichen Kunstmarkt-Publikationen sowie durch die erste grossangelegte Online-Kampagne von artnet. Auf Ikonen folgt im Oktober eine virtuelle Ausstellung klassischer Poster, Vintage Posters. Die Ausstellung umfasst bekannte französische Werbeplakate aus dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, darunter Werke von Mucha, Toulouse-Lautrec und Cassandre. Der November ist dann unter dem Leitmotiv Nudes in Art der Darstellung des menschlichen Körpers in der Kunst gewidmet.

 

Forciertes Aktienmarketing Ebenfalls im Herbst beginnt artnet eine umfangreiche Branding- Kampagne, die vor allem Printmedien erfassen wird. Gleichzeitig wird auch die artnet-Aktie explizit beworben: artnet ist Hauptsponsor des „1. Neuer Markt Cup", eines in Zusammenarbeit mit der ComHouse AG und dem T-Online-Magazin „Com!" veranstalteten Börsenspiels. Durch das Featuring von artnet direkt an der Schnittstelle zum privaten Anleger sollen breite Investorenkreise auf die Zukunftspotentiale des Unternehmens aufmerksam gemacht werden.
Neue Auktionskategorie: Designkunst Bei den Auktionen wurde Ende August mit der dekorativen Kunst des 20. Jahrhunderts eine neue Kategorie aufgenommen. Der Designmarkt des 20. Jahrhunderts ist mit Möbeln und Schmuckobjekten, die international Rekordpreise erzielen, einmalig stark. James Zemaitis, der nach dreijähriger Tätigkeit als Experte bei Christies zu artnet gestossen ist, führt diesen Bereich.
artnet auf den Kunstmessen Im Bereich Webpräsenzen für Galerien und Künstler rücken die grossen Kunstmessen immer mehr in den Blickpunkt des Interesses. Nachdem artnet bereits auf der Baseler Messe im Juni eine hervorragende Resonanz erzielt hat, stehen nun das Europäische Kunstforum im September in Berlin, die Art San Francisco im Oktober und die Art Cologne im November auf dem Programm.
Sponsoring Veranstaltungen in New York In New York City tritt artnet im September als Sponsor des Downtown Arts Festival in Erscheinung. Diese Veranstaltung steht am Beginn der herbstlichen Kunstsaison.

Im November ist artnet der wichtigste Sponsor des ARTWALK NY, einer Tagesveranstaltung und Galaauktion zur Unterstützung der Obdachlosen in New York. Veranstalter sind Peter Jennings und Madonna. Zum ersten Mal treten Bieter im Cyberspace in Konkurrenz zu den Besuchern um den Erwerb einer Reihe ausgewählter Kunstwerke, die artnet auf einer speziellen Auktionsplattform anbietet.


Sonstiges:
Ausbau der Infrastuktur  

Im Hintergrund hat artnet eine ganze Reihe von Aktivitäten mit entscheidender Bedeutung für die Stärkung der Infrastruktur des Unternehmens begonnen.

Dies meint zunächst eine Neugestaltung der Homepage www.artnet, wodurch der Entwicklung im Auktionsgeschäft Rechnung getragen und die Nutzungseffizienz erhöht werden soll. Zwar wurde der Online-Auftritt erst im Februar neu gestaltet, doch verlangt das rasante Entwicklungstempo des Internets, sich den Kunden regelmässig in neuem Gewand und mit erweiterter Funktionalität zu präsentieren.

Ferner verstärkt artnet den Kundendienst, und zwar durch zusätzliche Ausbildung der Mitarbeiter und Einrichtung einer rund um die Uhr und sieben Tage in der Woche erreichbaren Hotline.

Das Verhältnis zu unseren Lieferanten wird entsprechend der wachsenden Grösse und Kaufkraft des Unternehmens neu bewertet. Zur Leistungkontrolle und -maximierung führen wir entsprechende Managementinformationssysteme ein.

 


Mitarbeiter und Management:
Verbreiterung der Managementbasis  

Im Juni 1999 betrug die Zahl der Mitarbeiter 76 im Vergleich zu 57 im Dezember 1998 und 37 im Juni 1998.

Neu hinzugekommen sind u. a. Chief Operating Officer Barbara Krasne, zuvor unter anderem tätig für Publicitas Advertising Services und USA Today International. Barbaras Fachkenntnisse im Management rasch wachsender Unternehmen in den USA und Europa sind ein wichtiger Gewinn für artnet.

Barry  Hintze ist neuer Vice President Finance and Accounting. Er verfügt über 20 Jahre Erfahrung in allen Bereichen des Finanzmanagements und des Rechnungswesens. Ausschlaggebend für Barrys Verpflichtung waren seine Kompetenz in der Administration börsennotierter Aktiengesellschaften und seine Expertise in bezug auf Management-Informationssysteme.

Nach dem 30. Juni trat Grace E. Schalkwyk als Vice President Corporate Development & Investor Relations ins Unternehmen ein. Grace blickt auf eine 15jährige Erfahrung im Investment Banking zurück, so dass ihr Wissen gerade im Umgang mit der „financial community" und bei der Durchführung von M&A-Transaktionen eine deutliche Stärkung für artnet ist.

 


Marktkontext - Internet und eCommerce
Überzeugendes Argument für eCommerce  

Weltweit weist das Internet hohe Wachstumsraten auf: Betrug die Zahl der Internetnutzer noch 1996 nur 28 Mio. bzw. 17 Prozent der PC-Besitzer im Jahre 1996, so wird sie nach Auffassung des Morgan Stanley Dean Witter Technology Teams im Jahre 2000 auf 157 Mio. bzw. 58 Prozent der PC-Eigentümer steigen.

In den USA nutzen 63 Prozent der Erwachsenen das Internet täglich. Von den Internetbenutzern tätigen 79 Prozent Online-Einkäufe. Die 34 Mio. Internetbenutzer in Europa dürften nicht weit hinter den USA liegen.

Nach Angaben der OECD wird der jährliche Umsatz im Bereich eCommerce im Jahr 2002 300 Mrd. US$ erreichen. Die Untersuchung der OECD stellt eine drastische Kosteneinsparung bei  Absatz im elektronischen Handel fest. So können z.B. beim Verkauf von Flugtickets 87 Prozent der anfallenden Kosten eingespart werden, bei Bankprodukten 89 Prozent, bei Lebensversicherungen 50 Prozent.

 

Marktkontext - Kunstmarkt
Markteffizienz muss dringend gesteigert werden  

Der traditionelle Kunstmarkt leidet weiter unter ausgeprägter Leistungsschwäche: hohe Verkaufsprovisionen, hohe Händlerkosten für Ausstellungen, Kataloge und Transportleistungen, hohe Kosten der Auktionshäuser, geografische Beschränktheit bei der breiten Vermarktung von Kunstgegenständen, eingeschränkter Informationsfluss bei Preisen.

 

Das Internet als "Königsweg"  

Das Internet bietet den Händlern bahnbrechende Möglichkeiten sowohl für den Absatz ihrer Bestände als auch zum kostengünstigen Erwerb neuer Kunstobjekte. Die Käufer können über das Internet ein breites Angebot von zu Hause aus zu betrachten und zu einer angemessenen Wertfestsetzung zu gelangen.

 

Chancen für weiteres Marktwachstum  

Das Forbes Magazine beziffert den Kunstmarkt heute mit 15 Mrd. US$, wovon mindestens 5 Mrd. US$ auf die traditionellen Auktionshäuser entfallen. Das ist ein bedeutender Zielmarkt für artnet mit seinem Ansatz zu Kauf und Verkauf von Kunst. Betrachtet man dazu das beträchtliche neue Marktpotential bei den einkommensstarken, gebildeten, Internet-freundlichen Kunstliebhabern in der Altersgruppe der 18 bis 49-jährigen, erkennt man, wie gewaltig die Marktchancen von artnet sind. Als Massstab für die potentielle Zahl der kunstbegeisterten Menschen sei hier eine Un-tersuchung der American Association of Museum Directors genannt, wonach allein in den USA die Museen im Jahre 1997 42,8 Mio. Besucher zählten.

 

Eine Händlermeinung  

"Wir haben an einen institutionellen Sammler einen bedeutenden Meister der Moderne verkauft. Mit Hilfe von artnet fand uns der Kunde, konnte sich unser Angebot Online betrachten und kaufte das Stück. Auf Grundlage dieser Erfahrung betrachten wir das Internet und im besonderen artnet als ein wichtiges Marktinstrument auf dem Weg zu neuen Kunden."

 


Hans Neuendorf bemerkt dazu: „Mit verstärkter Transparenz, Zugriffsmöglichkeit und Information wird das Internet den Kunstmarkt grundlegend verändern, und das Ziel von artnet ist genau diese Veränderung."


Bilanz (konsolidiert)
untestiert

 

Fur das Halbjahr endend am:

AKTIVA

30 Juni 1999

US$

31 Dezember 1998

US$

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

23,415,279

1,284,748

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

434,726

216,195

Sonstige Vermögensgegenstände

54,635

21,249

Umlaufvermögen gesamt

23,904,640

1,522,193

Betriebs-und Geschäftsausstattung

1,613,790

1,073,551

Anlagegegenstände aus Finanzierungsleasing

139,069

239,300

Gewerbliche Schutzrechte

9,761

10,363

Wertpapiere des Anlagevermögens

145,171

56,775

Bilanzsumme

25,812,431

2,902,182

PASSIVA

Kurzfristige Verbindlichkeiten:

   
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

541,012

336,131

Fällige Plazierungskommissionen

-

90,000

Rückstellungen für Einlieferungen

76,741

-

Sonstige Rückstellungen

587,828

173,104

Rückstellungen für Gehälter

-

113,666

Passive Rechnungsabgrenzung

96,195

392,276

Sonstige Verbindlichkeiten aus Leasingverpflichtungen

117,781

131,679

Kurzfristige Verbindlichkeiten

1,419,557

1,236,856

Langfristige Verbindlichkeiten

37,808

89,391

Verbindlichkeiten gesamt

1,457,365

1,326,247

Minderheitenanteile am Eigenkapital

Eigenkapital

(791,529)

-

Gezeichnetes Kapital

29,867,771

2,234,873

Eigene Anteile

(828,172)

(170,794)

"Darlehen an Shareholder"

-

(483,780)

Kapitalrücklage

(4,365)

(4,365)

Jahresfehlbetrag

(3,888,640)

-

Eigenkapital gesamt

25,146,595

1,575,934

Bilanzsumme

25,812,431

2,902,182



Gewinn- und Verlustrechnung (konsolidiert)

untestiert

Für das Halbjahr endend am:

30. Juni 1999

US$

30. Juni 1998

US$

%

Veränderung

Umsatz:

Einnahmen aus Auktionen

 

498.034

 

-

 

NA

Webpräsenzen für Galerien/Künstler

863.054

240.505

259%

Auktions-Datenspeicher

215.298

121.591

77%

Sonstiges

15.547

8.883

75%

Einnahmen gesamt (Bruttoumsatz)

1.591.932

370.979

329%

Auskehrung für Auktionen

473.453

-

NA

Nettoumsatz

1.118.480

370.979

201%

Umsatzkosten

1.210.709

515.496

135%

Bruttogewinn vom Umsatz

-92.229

-144.517

-36%

Betriebliche Aufwendungen:      
Vertriebskosten

701.577

310.751

126%

Allgemeine Verwaltungskosten

1.514.806

574.750

164%

Aufwendungen für Mitarbeiterbeteiligung

2.424.619

298.500

712%

Abschreibungen

353.633

45.627

675%

Betriebliche Aufwendungen gesamt

4.994.635

1.229.628

306%

Betriebsergebnis

-5.086.864

-1.374.145

270%

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-9.877

-2.353

320%

Zinsen und ähnliche Erträge

72.861

234

31037%

Sonstige Erträge/Aufwendungen

3.081

112

2651%

Ergebnis von Minderheitenanteilen

-5.020.798

-1.376.152

265%

Minderheitenanteil am Ergebnis

1.132.159

-

 

Fehlbetrag nach Minderheitenanteilen

-3.888.640

-

NA



Kapitalflussrechnung (konsolidiert)
untestiert

Für das Halbjahr endend am:

30 Juni 1999

US$

30 Juni 1998

US$

Geschäftstätigkeit:    
Jahresfehlbetrag

(3,888,640)

(1,376,152)

Anpassungen:    
Abschreibungen und Amortisation

353,030

3,167

Aufwand aus Mitarbeiterbeteiligungen

2,424,619

298,500

Minderheitenanteile

(791,529)

 
Veränderung der betrieblichen Aktiva und Passiva:    
Forderungen

(218,531)

(44,351)

Umlaufvermögen

(33,385)

(8,582)

Wertpapierbestände

(88,396)

(248,297)

Verbindlichkeiten

204,881

(123,063)

Rückstellungen

287,799

22,863

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

(296,081)

52,956

Nettobarmittelverbrauch durch Geschäftstätigkeit

(2,046,233)

(1,422,960)

Investitionstätigkeit:

 

 
Erwerb eigener Aktien

(657,378)

-

Zugänge an unbeweglichem Anlagevermögen

(792,437)

-

Nettobarmittelverbrauch durch Investitionstätigkeit

(1,449,815)

-

Finanzierungstätigkeit:

 

 
Bezahlung von Schuldverschreibungen an verbundene Parteien

-

(62,116)

Kapitalzahlung auf Finanzleasingverpflichtungen

(65,481)

-

Kapitalzahlung auf Schuldverschreibungen

-

64,256

Erlöse aus dem Verkauf von Stammaktien

25,208,279

1,474,665

Kredite an Gesellschafter

483,780

-

Nettobarmittelzufluss durch Finanzierungstätigkeit

25,626,578

1,476,806

Nettozunahme der Barmittel

22,130,531

53.845

Barmittel zum Halbjahresbeginn

1,284,748

95,690

Barmittel zum Halbjahresende

23,415,279

149,535