Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats der artnet AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gem. § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG,

dass den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Ko-dex“ in der Fassung vom 6. Juni 2008 - bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 8. August 2008 - grundsätzlich entsprochen wird. Nicht angewandt werden die folgenden Empfehlungen:

1. Ziffer 3.8 Abs. 2 „Schließt die Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung ab, so soll ein angemessener Selbstbehalt vereinbart wer-den.“

Die artnet AG ist nicht der Ansicht, dass die Sorgfalt und das Verantwortungsbewuss-tsein, das die Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausüben, durch die Vereinbarung eines Selbstbehaltes noch verstärkt werden könnten. Die artnet AG beabsichtigt daher keine Änderung der bestehenden D&O-Versicherungsverträge, die einen solchen Selbstbehalt nicht vorsehen.

2. Ziffer 4.2.1 „Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vor-sitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vor-stands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheits-beschluss) regeln.“

Der Vorstand der artnet AG besteht seit der Gründung aus einer Person. Das Board der Tochtergesellschaft ArtNet Worldwide Corp. in New York, die innerhalb des Konzerns für das operative Geschäft verantwortlich ist, besteht hingegen aus mehreren Personen. Angesichts des relativ geringeren Geschäftsführungsaufwandes bei der artnet AG und zur Vermeidung unnötiger Kosten sieht die Gesellschaft keine Veranlassung zur Erweiterung ihres Vorstandes. Dementsprechend entfällt auch die Notwendigkeit einer Geschäftsordnung.

3. Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 „Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.“

Die artnet AG hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Alters-grenzen den Aufsichtsrat in dessen Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Vorstands-mitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.

4. Ziffer 5.1.3 „Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben.“

Der Aufsichtsrat der artnet AG besteht aus nur drei Mitgliedern. Aufgrund der bisherigen Erfahrung aus der Zusammenarbeit ist eine Geschäftsordnung nicht erforderlich.

5. Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3: Der Kodex empfiehlt dem Aufsichtsrat in diesen Zif-fern die Bildung von Ausschüssen, eines Prüfungsausschusses sowie eines Nominierungsausschusses.

Da der Aufsichtsrat der artnet AG lediglich aus drei Mitgliedern besteht, ist eine Bildung von Ausschüssen nicht sinnvoll. Die für den Prüfungsausschuss und den Nominie-rungsausschuss vorgesehenen Aufgaben werden vom gesamten Aufsichtsrat gemein-schaftlich wahrgenommen.

6. Ziffer Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 1: „Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen neben einer fes-ten eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten.“

Die Satzung der artnet AG sieht eine erfolgsorientierte Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht vor. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach umfassender Diskussion zu der Ansicht gelangt, dass eine erfolgsorientierte Vergütung der Mitglieder des Auf-sichtsrates mit den Aufgaben des Aufsichtsrates, die primär in der Überwachung des Vorstands liegen, nicht vereinbar sind.

dass den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Ko-dex“ in der Fassung vom 14. Juni 2007 - bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 20. Juli 2007 - seit der letzten Entsprechenserklärung vom 5. Dezember 2007 grund-sätzlich entsprochen wurde. Nicht angewandt wurden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 2, 4.2.1, 5.1.2 Absatz 2 Satz 3, 5.1.3, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3 und 5.4.7.

Berlin, den 5. Dezember 2008

Der Vorstand                                Der Aufsichtsrat