Jarmo Mäkilä: Jungenspiele (schultz contemporary) 3. Nov - 28. Nov 2012
Jarmo Mäkilä: Jungenspiele
Vernissage am Samstag, 03. November 2012 um 19 Uhr
schultz contemporary 3. bis 28. November 2012
Thematisch befasst sich der 1952 im finnischen
Rauma geborene Künstler seit langem intensiv mit
der eigenen Biographie.
In seiner zweiten Einzelausstellung in der Galerie
Michael Schultz
zeigt Jarmo
Mäkilä neben
seinen Gemälden erstmals auch eine Installation, die seine
Themen inhaltlich fortführt. Bildnerisch beschreitet er dabei
die Pfade seiner Kindheit, integriert
Modelle des eigenen Elternhauses und erzählt vom Wandel
des Jungen zum Mann; auch wie diese Entwicklung den
Erwachsenen prägt. Ungebrannter Ton als Material für seine
Figuren dokumentiert die Verletzlichkeit früherer
Lebensphasen.
Eigenwillige räumliche Positionierung seiner Personen sowie
die Verfremdung der Größenverhältnisse erzeugen besonders in seinen Ölbildern bedrohliche
Perspektiven. Die dargestellten Jungen sind alle dieselbe Person, deren Handlungen als Gruppe
die Grausamkeiten kindlicher Machtkämpfe schildern.
Mäkilä nähert sich seinen Kindheitsbeschreibungen
malerisch von zwei stilistisch unterschiedlichen Seiten:
entweder die Jungen sind beim Abhalten von
Männlichkeitsritualen inmitten düsterer grau-goldener
Waldlandschaften zu beobachten, oder er verlagert
den Schauplatz in nüchtern-bedrohliche
Klassenzimmer oder Sportsäle.
Licht und Nebel im Grau seiner glühenden
Waldlandschaften stecken voller verborgener Details,
in denen die Handlungen der Jugendlichen mit den changierenden Farben des Waldes
verschmelzen.