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Huang He 'Apocalypse#1'    28. Mai - 21. Jun 2011

Face Orangutan 2
Huang He
Face Orangutan 2, 2010
 
  
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Huang He
Apocalypse#1

Opening: May 28, 2011, 19-21 h / 7-9 pm
Duration: 28.05.11 – 21.06.11

Die großformatigen, in Schwarz, Weiß und Grau gehaltenen Gemälde des Pekinger Malers Huang He verströmen durch die expressive Malweise eine kaum zu beschreibende Kraft und Energie. Mit energischen Pinsel-schwüngen bearbeitet der Künstler die Leinwand und transportiert so eine malerische Dramatik, welche unterschied-lichste Emotionen hervorruft, die den Effekt der Bilder verstärken. Mit seinem ausdrucksstarken Malgestus, der im weitesten Sinne an asiatische Kalligrafie erinnert, gelingt dem Künstler eine Kombination aus chinesischer Tradition und westlicher expressiver Malerei, angelehnt an die Abstraktion der 1960er und 70er Jahre in Amerika und Europa. Die amerikanischen und europäischen Maler allerdings trieben die gestischen Elemente zur Absolutheit, wohingegen sich in Huang Hes Werken die Eruptionen weißer Farbe auf der Leinwand zu einem Motiv verdichten beziehungsweise integraler Bestandteil des Motivs sind. Das Themenspektrum ist breit gefächert. Es reicht von historischen Panoramen zu dramatischen Tierporträts, Monumentalformaten, die ein Baby zeigen zu skulpturalen Installationen.
Huang He zitiert in seinen Werken oft traditionelle asiatische Erzählungen, hält dabei aber durch seine Malweise ihre autonome Bildhaftigkeit aufrecht. Mit ihrer limitierten Farbpalette distanzieren sich die Bilder deutlich von der Realität und unseren Sehgewohnheiten.
Der friedliche Schlaf des Babys auf einer monumentalen Leinwand (Abbildung oben) kontrastiert mit dem schwarzen Hintergrund. Denkt man an die Ein-Kind-Politik Chinas, enthüllt das Bild seine Bedeutung. Das unschuldige Neugeborene schwebt in einer Wolke von Pflichten, Ansprüchen und Erwartungen. Gleichzeitig ruft das Motiv eine normale emotionale Reaktion hervor: die warme Sympathie beim Anblick eines kleinen Babys. Der Künstler verweist auf die Dramatik der menschlichen Existenz, die mit der Geburt beginnt.
In Huang Hes Bildern geht es um die untrennbare Kombination seiner Malweise mit Motiven, die emotionale Reaktionen provozieren. Das Drama mag dem Bild bereits innewohnen, aber der Künstler erweckt es mit bloßer Malerei.

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