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Herbert Nauderer: Mausmannsland
1. März - 20. April 2013
Eröffnung: 28. Februar 2013, 18:30h Please scroll down for English version
BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG:
Im Rahmen der Ausstellung wird ein musikalischer Abend mit Herbert NAUDERER und dem Posaunisten
Sebi TRAMONTANA am 8. März, eine Lesung mit Josef BIERBICHLER am 22.März sowie eine weitere Lesung mit Tilman SPENGLER am 22. April in der Galerie stattfinden.
Das Programm zur Ausstellung finden Sie hier
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Die Galerie Nusser & Baumgart präsentiert vom 28. Februar - 24. April 2013 eine Einzelausstellung des Münchner Künstlers Herbert Nauderer (*1958). In MAUSMANNSLAND werden neue Arbeiten gezeigt, darunter klassische Zeichnungen, Leuchtkästen und Videoinstallationen.
MAUSMANNSLAND ist ein Zyklus von Zeichnungen, Bildbearbeitungen und Videos, die sich zu einer Rauminstallation zusammenfügen. Erfundenes, Gefundenes, Autobiografisches vermischen sich zu mysteriösen Bildern und Szenen, wie in einer nicht endenden Traumsequenz. Der Betrachter taucht in eine unheimliche Parallelwelt ein.
Zartbesaitete Besucher sollten MAUSMANNSLAND vielleicht mit Vorsicht genießen. Denn auch die neuen Arbeiten, die der Münchner Künstler ab Ende Februar in der Galerie Nusser & Baumgart zeigt, lösen teilweise Unbehagen und Beklemmung aus. Der Mausmann hat sich in den letzten Jahren zu einer Art Alter Ego Nauderers entwickelt. Immer öfter taucht er in Zeichnungen und Videoinstallationen auf. Er ist nie eindeutig zu fassen, er vereint wilde und verstörende mit ironischen und fast liebenswürdigen Zügen. Was dem Besucher bleibt ist ein Gefühl der Beunruhigung. In einer dreiteiligen Videoinstallation lässt Nauderer den Mausmann zum Protagonisten werden und unterlegt dessen Bewegungen mit einer monotonen Geräuschkulisse. Wie schon in früheren Arbeiten ist auch hier Nauderers zweite Profession, die Musik deutlich spürbar. Nach kurzer Zeit der Betrachtung wird die Installation zu einer abstrakten Vereinigung von Form, Gegenstand und Sound. Alle Fragen bleiben offen.
Für die zweite Videoarbeit wurde ein eigener Kubus angefertigt, in den sich der Besucher alleine begeben muss. Gezeigt wird ein junges Mädchen, im Off werden Hugo von Hofmannsthals Terzinen über Vergänglichkeit zitiert. Der enge, abgeschlossene Raum, in dem sich der Betrachter befindet und die Nahaufnahme des Mädchens bewirken eine starke Intensität. Durch den abgetrennten Raum wird der Zuschauer zusätzlich aus dem Kontext der Galerie gezogen und kann von der Arbeit komplett eingenommen werden.
Eine besondere Neuerung in Nauderers Werk sind die Lichtkästen. Normalerweise im Bereich der Fotografie verwendet, lässt die Rückbeleuchtung gerade Farben besonders strahlen. In dem Nauderer aber seine schwarz-weiß Zeichnungen beleuchtet, führt er das Medium auf eine neue Ebene: Das Licht verstärkt die Dimensionen von den einfachen Strichen bis hin zu dichten Mustern und hebt die Zeichnung in den Raum hinein.
Bei den gezeigten Bildbearbeitungen benutzt Herbert Nauderer eigene Fotografien, Familienfotos, gefundenes Bildmaterial, das er durch digitale Bildbearbeitung oder durch Zeichnungen verändert und in einen neuen Kontext rückt. In der Ausstellung werden diese als solitäre, großformatige Arbeiten sowie als „Tischobjekte“ gezeigt. Diese Art der Präsentation legt die Zusammengehörigkeit der Arbeiten nahe und verleitet dazu, nach narrativen Strukturen zu suchen. Programmatisch für den Künstler, lässt Herbert Nauderer jedoch wenig Rückschlüsse auf einen inhaltlichen Kontext zu und bleibt dabei, dem Besucher lieber Rätsel als Lösungen aufzugeben.
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Herbert Nauderer: Mouseman's Land
March 1 - April 22, 2013
Private view: Thursday, February 28, 6.30 - 9 pm
Accompanying the exhibitions there will be a concert by Sebastiano Tramontana (and the artist; March 8) and two readings (Joseph Bierbichler, March 22 and Tilman Spengler, April 22).
The exhibition's programm is available here
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Nusser & Baumgart will be presenting from February 28 - April 24, 2013 a solo exhibition devoted
to works by Munich artist (b. 1958).
The show MOUSEMAN’S LAND will feature new works, including classic drawings, light boxes and
video installations.
is a cycle of drawings, processed images and videos that combine to form a
room installation. The invented, the found and the autobiographical intermingle to yield mysterious
images and scenes, as in a never-ending dream sequence. The viewer is thereby immersed in an
eerie parallel world.
Sensitive visitors may wish to approach MOUSEMAN’S LAND with a bit of caution. After all, the
new works, which the Munich artist is presenting starting at the end of February, have, once
again, a tendency to cause feelings of discomfort and anxiety. During the past years, the
Mouseman has morphed into a kind of alter ego for Nauderer. The Mouseman increasingly makes
an appearance in drawings and video installations. He can never be fully grasped, combing wild
and disturbing elements with ironic and then again almost amiable characteristics, leaving the viewer
with an unsettled feeling. In a three-part video installation, Nauderer allows Mouseman to
assume the role of the protagonist, underscoring his movements with a monotone ambient noise.
As in earlier works, Nauderer’s second profession, music, is once more conspicuous element.
After viewing the work for a while, the installation becomes an abstract confluence of form, object
and sound. All questions remain open.
For the second work, the artist has fashioned a cube with the express intent that a viewer enters it
alone. Inside, a young girl is shown, while, in the background, Hugo von Hofmannsthal’s “Tercets
on Transitoriness” are recited. The tight, closed space in which the viewer finds him- or herself
and the close-up of the young girl leads to a mood of considerable intensity. Through the separateness
of the cube, the viewer is moreover taken out of the context of the gallery and is thus completely
immersed in the work.
A striking new component in Nauderer’s work is the light boxes. Normally used in photography,
the strong backlighting makes colors glow with particular radiance. However, by making use of the
boxes to illuminate his black and white drawings, Nauderer takes the medium to a new level: The
light reinforces the dimensions of the simple lines culminating in dense patterns, thus bringing the
drawing into the space.
For the exhibited works, Herbert Nauderer utilizes his own photography and family photos, as well
as found visuals which he then alters through digital processing or drawing, thereby placing them
in a new context. For the exhibition, these will be shown as individual, large-format works, and
“table objects”. This type of presentation accentuates the common bond of the works, while, at
the same time, encouraging the search for narrative structures. What is seemingly programmatic
for the artist, however, allows few conclusions to be drawn about the thematic context, leaving the
viewer to ultimately surrender to the enigma rather than the solution.
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