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Alois Lichtsteiner: Nude F/M    12. Apr - 1. Jun 2013

nude f/m - Der Inhalt der Gefässe
Alois Lichtsteiner
nude f/m - Der Inhalt der Gefässe, 2013
 
o.T. (Berg)
Alois Lichtsteiner
o.T. (Berg), 2013
 
o.T. (Berg)
Alois Lichtsteiner
o.T. (Berg), 2013
 
o.T. (Berg)
Alois Lichtsteiner
o.T. (Berg), 2011
 
  
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Alois Lichtsteiner: Nude F/M
12.04. - 01.06.2013

Vernissage: 18.00 - 20.00 Uhr
Begrüssung und Buchpräsentation 19.00 Uhr

Wir freuen uns neueste Arbeiten des Schweizer Künstlers Alois Lichtsteiner und der kolumbianischen Künstlerin Johanna Calle in unseren Galerieräumlichkeiten zeigen zu dürfen.

Der renommierte Schweizer Künstler Alois Lichtsteiner, bekannt für seine atemberaubenden Birken- und Bergbilder, erhielt 1978 sein Künstlerdiplom an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Nebst seiner künstlerischen Tätigkeit mit Ateliers in Murten und Paris, war er Professor und später Präsident der Jury für Bachelor der Ecole cantonale d’art du Valais ECAV in Sierre.

Alois Lichtsteiner beschäftigte sich schon früh mit Grundfragen der Malerei, wie der Funktion der Farbe als eigenständiges Material in Kombination mit einem Träger oder Begriffen wie Abbild und Abstraktion. Er versteht Malerei ganz grundsätzlich als Farb-Haut auf einem Körper. Einem Wissenschaftler gleich untersucht er mit unglaublicher Persistenz, Perfektion und Geduld ein und denselben Gegenstand aus wechselnden Perspektiven. Zentral ist die Wahrnehmung der Welt über die äusserste Schicht des Objekts. Diese Schicht sieht er wiederum als Haut, die das „Aussen“ vom „Innen“ abgrenzt und unseren Blick auffängt.
Die verschiedenen Werkzyklen „Der Inhalt der Gefässe“ (1984-2007), „Birke“ (1997-2000) oder „Berge“ (1998-2013) sind trotz ihrer Naturverbundenheit weder dem Abbild noch gänzlich der Abstraktion verpflichtet. Und dennoch erscheinen sie dem Betrachter auf den ersten Blick als genau das, eine Mischung aus beidem. Ulrich Loock spezifiziert allerdings: „Das Bild ist etwas anderes als das, wovon es Bild ist, es ist eine Sache der Distanzierung, womöglich der Befreiung von dem, was ist. Es ist dessen Überführung in die Dimension des Möglichen.“

Der Arbeitszyklus rund um das Gefäss (1984-2007) findet nach einer Pause nun 2013 in der neuen Serie „nude f/m“ seine Fortsetzung mit einem Glas. - Indem das farblose Glas des Gefässes das Licht bündelt wird es zur Quelle aller Farben und führt damit zu den neuen Leinwand-Arbeiten und Holzschnitten Lichtsteiners in verschiedenen Formaten. Nach langen Jahren der asketischen Beschränkung auf Grautöne zwischen Schwarz und Weiss taucht Lichtsteiner seinen Berg o. T. - in Farbe. Ein überwältigendes Erlebnis für Auge und Geist!

Zur Serie „nude f/m“ erscheint pünktlich zur Ausstellungseröffnung eine Publikation im Verlag Editioni Periferia, mit Beiträgen von Ulrich Loock, Christiane Hamacher, Yves Bossart und Tony Frey.

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