AB Gallery Home Künstler Ausstellungen Kunstmessen Inventarkatalog Galerieprofil

 Zurück zu Aktuelle Ausstellungen   

Katâyoun Rouhi 'Ut poesis pictura' (Zürich)    10. Apr - 17. Mai 2013


(Please scroll down for English version)

Katâyoun Rouhi 'Ut poesis pictura'
10.04.-17.05.2013

Eröffnung am 10. April 2013 von 17:30 bis 20 Uhr

In der Ausstellung "Ut poesis pictura" präsentiert AB Gallery Zürich Werke der iranischen Künstlerin Katâyoun Rouhi, in der sie ihr malerisches und poetisches Werk miteinander verbindet.

In diesen Werken tauchen immer wieder die gleichen Elemente auf. Ein kleines Mädchen als Rückenfigur, das vor einem Baum steht und etwas auf den Stamm schreibt oder einen Waldweg entlang geht, der durch perspektivische Verzerrung steil in den Baumreihen mündet. Bei näherer Betrachtung fällt auf, dass sich in einigen Darstellungen der Baum, in anderen das Mädchen und manchmal sogar beides in persische Kalligrafie auflöst.

Es handelt sich hier um ein eigenes Gedicht der Künstlerin, allerdings rückwärts geschrieben, so dass es nicht gelesen werden kann. Dass Poesie und Malerei in ihrer Wirkung identisch seien, formulierte Horaz in seiner Aussage "Ut pictura poesis", auf die sich auch der Titel der Werkserie bezieht. Er löste dadurch einen Jahrtausende andauernden Wettstreit der Künste aus, welches der beiden nun die edlere Kunstform wäre. Rouhi dreht aber die Wörter "poesis" und "pictura" um und zeigt dadurch, dass sich das eine durch das andere bedingt.

Die Relativität der Dinge, je nachdem welchen Standpunkt man einnimmt, zieht sich konsequent durch ihr Werk. Oberflächlich betrachtet ist das Mädchen eine Mischung aus der Künstlerin im jungen Alter und ihrer Tochter, doch könnte sie auch jemand von uns sein. In der iranischen Poesie gilt der Baum als Wegweiser, doch liegen ihm seit langer Zeit weitere Bedeutungen zugrunde, wie der Baum der Weisheit oder der Lebensbaum...

Rouhi möchte nicht erklären, sie wahrt die geheimnisvolle Aura, die ihre Werke ausstrahlen. Ihr geht es um die verborgenen Qualitäten einer Sache. Sie schafft eine Synthese aus einer realen, greifbaren Wirklichkeit und einer magischen, traumartigen Realität und bezieht sich damit auf die iranische Philosophie: "Die iranische Philosophie basiert auf dem Offensichtlichen und dem Versteckten zugleich, alles was sichtbar ist, bezieht sich auf etwas Unsichtbares, das enthüllt werden kann."

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Katâyoun Rouhi 'Ut poesis pictura'
10.04.-17.05.2013

Opening on April 10th from 5.30 to 8 pm

AB Gallery Zurich is pleased to announce the exhibition "Ut poesis pictura" of Iranian artist Katâyoun Rouhi presenting the artist's confrontation of her poetic with her pictorial oeuvre.

Some elements run like a red thread through these works: a little girl viewed from behind is standing in front of a tree and writing on its trunk or walking along a forest path surrounded by tiny rows of trees. Taking a closer look, one can see that in some depictions of the tree and in other depictions the girl, sometimes even both, dissolve into Persian calligraphy. It is a poem composed by the artist, but written backwards it cannot be read.

The title of the series insinuates to Horace's in art history well known statement "Ut pictura poesis". He meant that poetry resembles painting and unleashed a long battle between philosophers, artists and poets in relation to the question as to which form of art would provide the most aesthetic pleasure. By exchanging the words "poesis" and "pictura" Katayoun shows that both are interrelated and the two going together hand-in-hand. The relativity of things - everything is only a question of the point of view - is one of Rouhi's focal aspects.

On the surface the girl is a melange of the artist’s daughter and herself as a child but we can also identify ourselves in her figure. In Iranian poetry the tree symbolizes the point of reference. However, already for a long time it has taken many different meanings such as the tree of life, the tree of wisdom... Rouhi does not want to explain, as to keep the mysterious aura, which radiates her works. She wants to analyse the hidden qualities of things by creating a synthesis of the real, touchable world and the magic, dream-like reality referring to the Iranian philosophy: "Iranian philosophy is based on the apparent and the hidden. What you see has to relate to something invisible that must be revealed."

Darstellung :    Vergangene Ausstellungen   Kommende Ausstellungen      


 
artnet - Die Welt der Kunst online. ©2014 Artnet Worldwide Corporation. Alle Rechte vorbehalten. artnet® ist eine eingetragene Handelsmarke der Artnet Worldwide Corporation, New York, NY, USA.