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Viveek Sharma, Sarika Bajaj 'In(dia) Reflections'    26. Aug - 22. Sep 2011

Maha-Atma
Viveek Sharma
Maha-Atma, 2011
 
  
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Viveek Sharma, Sarika Bajaj: In(dia) Reflections

Eröffnung: Donnerstag, 25. August 2011, 18 – 20 Uhr
Dauer: 26. August – 22. September 2011

Seit 1990 erweitert die Fabian & Claude Walter Galerie ihr Programm um neue künstlerische Positionen aus Asien. Nach Korea, Indonesien und Japan steht nun Indien im Fokus. Die Galerie freut sich daher, den diesjährigen Saisonbeginn der Zürcher Galerien Links der Limmat am 25. August 2011 mit zwei indischen Künstlern aus Mumbai zu begehen: Viveek Sharma und Sarika Bajaj. In der Ausstellung mit dem Titel In(dia) Reflections wird eine spannende Mischung figurativer Gemälde und Zeichnungen der beiden Künstler zu sehen sein. Während Viveek Sharma (*1968, Mumbai) zu den renommierten indischen Künstlern gehört und international vertreten ist, gilt Sarika Bajaj (*1976, Ghaziabad) als künstlerische Neuentdeckung. Ihre Werke werden im Rahmen der Ausstellung zum ersten Mal in Europa gezeigt. Der Titel In(dia) Reflections kann zweifach gelesen werden: In Gedanken oder Indische Gedanken. Beide Bedeutungen stehen für die Werke der beiden Künstler, die in ihren Bildern die reiche Kultur ihres vielfältigen Landes reflektieren.

Indien ist das Land der radikalen Gegensätze. Viveek Sharma sieht und kennt diese Gegensätze und hält sie in seinen Bildern fest – ohne Anklage oder Wertung. Viele Motive findet er in seiner Heimatstadt Mumbai, die er selber als Stadt seiner Träume im positiven wie im negativen Sinn bezeichnet. Sharma, der heute in Indien unter dem Synonym Painter of Metaphors, Maler der Metaphern, bekannt ist, widmete sich nach seinem Abschluss an der bekannten J.J. School of Arts in Mumbai zunächst der Zeichnung, welche die Grundlage für seine Werke bildet. Seit 2005 malt der Künstler fotorealistische Gemälde, in denen er seine Eindrücke, Emotionen, Erfahrungen oder reale Geschehnisse reflektiert und verarbeitet. In seinen Werken stehen gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Themen nebeneinander. Da es auch heute in Indien als Künstler noch nicht möglich ist alle politischen und religiösen Themen offen im Bild zu thematisieren, verwendet Sharma subtil verschlüsselte Botschaften oder bedient sich der Metapher. Als Träger dieser Botschaften setzt er nicht nur gezielt Symbole, sondern auch Portraits ein. Der Vater der Nation, Mahatma Gandhi, spielt eine zentrale Rolle in Sharmas Werken. Er steht als Symbol des Friedens, der Freiheit und der Völkerverständigung, meistens begleitet durch eine weisse Taube im Bild. Sehr oft stellt sich der Künstler auch selbst auf der Leinwand dar, um anzuzeigen, dass er Teil seiner Erzählung und emotional mit dem Dargestellten verbunden ist.

Auch die Künstlerin Sarika Bajaj verwendet das Motiv des Selbstportraits in ihren Werken. In mehreren Hinsichten ist sie mit dem Künstler Viveek Sharma verbunden. Nachdem sie ihr Diplom of Fine Arts 2009 an der Rachna Sansad Academy of Art in Mumbai abgeschlossen hatte, entwickelte sie ihren eigenen figurativen an die Pop Art angelehnten Malstil, der in Indien einzigartig ist. In ihren Frühwerken reflektierte die Künstlerin gesellschaftspolitische Themen, wie die steigende Gewalt oder die zunehmende wirtschaftliche Kluft zwischen den Armen und Reichen ihres Landes. 2010 ging sie dazu über, sich zum Subjekt ihrer Werke zu machen. Während Viveek Sharma in seinen Bildern die äussere Welt reflektiert, sind Sarika Bajajs Werke selbstreferentiell und auf ihre innere Welt bezogen. Ihr Portrait ist Teil jedes Werks, ihre Motive sind Ausdruck ihrer Gedanken und Fantasie. Dennoch sind ihre Werke keine reinen Fantasmen, sondern sie sind stark von ihrer hinduistischen Lebensauffassung geprägt. Sarika Bajaj setzt sich in ihren Bildwelten mit ihren Sehnsüchten und Ängsten sowie dem Thema Tod und Wiedergeburt auseinander. Sie ist fasziniert von dem Geheimnis des Lebens und den nicht sichtbaren Kräften, von denen der Mensch umgeben ist. <ü> Beide Künstler werden an der Eröffnung anwesend sein und stehen für Interviews in Englisch zur Verfügung. Für weitere Informationen oder Bildmaterial zur Ausstellung zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren.

Fabian & Claude Walter
Simone Toellner

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