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Daan van Golden    17. Jan - 9. Mrz 2013

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Daan van Golden
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Daan van Golden
18. Januar - 9. März 2012
Vernissage: Donnerstag, 17. Januar, 18 - 20 Uhr

Daan van Golden, geboren 1936 in Rotterdam studierte an der Rotterdamer Akademie der Bildenden Künste und der Technischen Wissenschaften und spezialisierte sich auf Malerei und Grafik. Er lebt und arbeitet in Schiedam in den Niederlanden. Eine Übersichtsausstellung seiner Arbeiten fand 2009 im Camden Arts Center, London statt, die auch in Genf und Lissabon zu sehen war. Zuletzt präsentierte das Wiels Contemorary Art Center in Brüssel 2012 eine grosse Retrospektive seiner Werke. Wir freuen uns die erste Galerieausstellung in der Schweiz zu zeigen.

Mit dem Jahr 1963 fand Daan van Golden in Japan zu seinem Stil, den er bis heute beibehalten hat. Während er noch davor abstrakt-expressionistisch malte, entwickelter er zwischen 1963 und 1965 bei einem Japanaufenthalt eine Technik mit japanischen Emaillefarben, die eine ungeahnte Farbigkeit und Präsenz der Werke ermöglichten. In äusserster Präzision und geradezu meditativer Langsamkeit fing er an textile Muster und solche von Papier zu malen. Als Vorlagen dienten ihm beispielsweise Tischdecken, Tücher und Verpackungsmaterial. Er wendete sich überhaupt den Dingen der alltäglichen Umgebung und Erfahrung zu und überführte sie auf seine Art in einen künstlerischen Zusammenhang als eine Einheit von Leben und Kunst. Darüber hinaus variiert er in Farben und Grössen mehrfach dieselben Motive, die durch solche Art der Aneignung zu einer eigenen Existenz finden, ja zu eigenen Motiven werden. Später kommen noch in gleicher Art der Variation und Abstraktion Detailvergrösserungen etwa von Bildern von Jackson Pollock oder Henri Matisse hinzu sowie fotografische Arbeiten und Siebdrucke. Auch hier wird variiert und werden Details immer wieder neu interpretiert.

Gerne wird van Golden mit der Pop Art in Verbindung gebracht, nur gibt es da weder ironische Distanz zu den Motiven, noch eine Überhöhung des Abgebildeten. Auch ein Vergleich mit der Minimal Art greift nicht, da die Ernsthaftigkeit des meditativen und langsamen Entstehungsprozesses der Werke in den Vordergrund rücken und die Arbeiten auf eine Individualität heben, die mit künstlerischen Einzelpositionen vergleichbar sind etwa wie von Paul Thek, Oyvind Fahlström oder Dieter Roth. Er bewegte sich zwischen allen diesen Strömungen und Positionen und wurde vielfach auch in deren Kontext mit ausgestellt, da er als formal passend schien und die jeweiligen Grenzen einer Stilrichtung aufzeigte.

In unserer Ausstellung zeigt van Golden neben Arbeiten ab den 1970’ger Jahren die neue Serie „Double Prints“, fotografische Arbeiten mit Kombinationen früherer Werke, die seine Arbeiten mit Motiven von Rastern, Mustern und organischen Formen aus den sechziger und siebziger Jahren mit den silhouettenartigen Bildern etwa aus der Serie Heerenlux verbindet. Diese eher klein- bis mittelformatigen fotografischen Arbeiten schlagen eine Brücke von van Goldens Anfangsjahren bis zur heutigen Zeit. Ergänzt durch Fotografien aus der Serie „Youth is an Art“, die er über Jahre von seiner Tochter gemacht hat, wird die ganze Ausstellung zu einer Art Resümee seiner künstlerischen Interessen und Sichtweisen auf die Alltagswelt und die Kunstwelt, die zu vereinigen immer sein Ziel ist.

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