Wir laden Sie und Ihre Freunde herzlich zur Eröffnung und
zum Besuch der Ausstellung ein.
Die Ausstellung wird am Sonntag, 7. Oktober, 11 Uhr eröffnet.
Es spricht: Friedemann Pfäfflin, Ulm
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Galerie Schrade,
seit über 50 Jahren gestaltet der Bildhauer Rolf Szymanski vornehmlich archaisch
anmutende weibliche Figuren. Er gehört zu den wichtigsten deutschen Bildhauern nach
1945 und seine Skulpturen finden sich an vielen Stellen im öffentlichen Raum.
In Mochental zeigen wir eine Auswahl von großen und kleineren Skulpturen von Rolf
Szymanski und Arbeiten auf Papier.
Szymanskis Skulpturen sind kraftvoll und trotz ihrer Figürlichkeit zerrissen abstrahierend.
Die Körper sind gedehnt, haben Auswüchse, die sich in der Natur nicht finden, wirken
voller Schrunden und Klüfte, unfertig und dabei verletzlich.
"Szymanskis Plastiken erscheinen in ihrer Gleichzeitigkeit von erstarrter Bewegung und ihrer
von drängender Energie gefüllten Materie wie in genau diesem Augenblick zwischen
Zusammenballung und vulkanischem Ausbruch" (Jörg Merkert)
Häufig realisiert Rolf Szymanski seine Ideen zuerst im kleinen Format um sie dann,
manchmal erst viele Jahre später, in großem Format neu erstehen zu lassen. So ist "Der
Tag des Überflusses" ist in der Ausstellung als "Skizze" sowie in großer Ausführung zu
sehen.
Rolf Szymanski lässt sich von Poesie, aber auch durch Zufall oder Dinge, die ihm Eindruck
hinterlassen wie eine archäologische Sandale inspirieren und schafft damit ganz Neues,
sinnlich eindrucksvoll und nie auf den ersten Blick sofort erfassbar. Seine Arbeiten sind
Manifestationen vom Leben in all seinen Widersprüchen und dadurch zeitlos.
Rolf Szymanski ist 1928 in Leipzig geboren und war viele Jahre nicht nur Professor an der
Akademie der Künste in Berlin, sondern auch Vizepräsident und Direktor der Abteilung
Bildende Kunst. Er lebt und arbeitet in Berlin.
Über Ihren Besuch würde ich mich sehr freuen.
Ihr Ewald Schrade
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