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Pavel Feinstein 'Der Velázquez-Zyklus, Stillleben und Akte' (Schloss Mochental) 12. Aug - 7. Okt 2012
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Die Ausstellung wird am Sonntag, 12. August, 11 Uhr eröffnet.
Es spricht: Dr. Elmar Zorn, München
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde der Kunst,
Die Zeit nannte Pavel Feinstein "den neuen Altmeister", denn er ist ein zeitgenössischer
Maler, der in versierter altmeisterlicher Technik gegenständlicherealistische
Darstellungen malt.
Pavel Feinstein wurde 1960 in Moskau geboren, wuchs in Tadschikistan auf und
emigrierte 1980 nach Deutschland, wo er an der Hochschule der Künste in Berlin
studierte. Er war Meisterschüler von Prof. G. Bergmann und besetzte bereits dort eine
Position entfernt vom mainstream der Kunst, da er sich der Figuration verschrieben
hat.
Seine Bilder erscheinen auf den ersten Blick gegenständlich realistisch, ja fast düster,
aber genaues Hinsehen zeigt schnell irritierende, surreale Komponenten, mit einem
augenzwinkernden Hang zum Absurden. Sein Velázquez-Zyklus enthält Figuren, die
wir aus den Bildern des spanischen Hofmaler Diego Velázquez nur zu gut kennen,
aber mit feiner Ironie in neue Themen verfremdet. Mit demselben Witz malt er
Stillleben und das bekannten Sujet des pinselschwingenden Affen, vielschichtig,
skurril und alles immer "leicht aus dem Rahmen gerückt".
Der Betrachter sollte sich viel Zeit nehmen, um die Feinheiten sowohl die sinnreichen
wie auch sinnwidrigen Bestandteile der Bilder zu entdecken.
Pavel Feinsteins Gemälde sind titellos, denn der Künstler will, dass man seine Werke
selbst entschlüsselt. Und dazu möchte ich Sie herzlich einladen!
Über Ihrenwürde ich mich sehr freuen.
Ihr Ewald Schrade
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