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David Lynch: It Happened at Night    26. Okt - 22. Dez 2012

Box of Bees
David Lynch
Box of Bees, 1988-1990
 
Crying Man
David Lynch
Crying Man, 2012
 
I Burn Pinecone
David Lynch
I Burn Pinecone, 2009
 
Man as a Tree
David Lynch
Man as a Tree, circa 1994-1996
 
Shadow of a Twisted Hand Across My House
David Lynch
Shadow of a Twisted Hand Across My House, 1988
 
 
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David Lynch: It Happened at Night
Recent paintings and drawings

26. Oktober bis 22. Dezember 2012

Eröffnung: Freitag, 26. Oktober 2012, 18 bis 21 Uhr
im Rahmen des Kunstwochenende München / Art Weekend Munich 2012
Am Sonntag, 28. Oktober 2012 um 16 Uhr spricht Prof. Werner Spies über das bildnerischen Werk von David Lynch.

Zum ersten Mal werden in München großformatige Materialbilder, Gemälde und Zeichnungen des amerikanischen Künstlers und Filmemachers David Lynch (*1946) zu sehen sein. Seine letzte umfassende Ausstellung im Max Ernst Museum in Brühl 2010, dem Jahr, in dem Lynch auch den Goslarer Kaiserring für sein bildnerisches Werk erhielt, zeigte die ungeheure Kohärenz seines gesamten Schaffens. Lynch kam über die Malerei zum Film und sie begleitet sein Werk seit dem Malereistudium an der Kunstakademie Philadelphia in den späten 60er Jahren: „Die Malerei kann wahre Aussagen über alle Aspekte des Lebens machen... Das gleiche gilt für Musik. Es gibt Dinge, die sich mit Worten nicht ausdrücken lassen. Darum geht es in der Malerei und beim Filmemachen... Die Malerei zieht sich durch alles andere hindurch“, so Lynch. Seine szenografischen Materialarbeiten, die in Referenz zu Francis Bacon mit schweren Goldrahmen umfasst sind, werden zu Räumen oder Bühnen innerhalb derer sich Lynchs Lust an Geschichten ohne Ausgang und Rätseln ohne Lösung entfaltet. In die Bilder eingefügte Wortfetzen und Sätze wie „I burn pinecone...“ deuten beunruhigende Handlungsstränge zwar an, offenbaren aber nie deren Ausgang. Lynch spielt mit Proportionssprüngen, ignoriert die Gesetze der Perspektive, setzt Fernes und Nahes nebeneinander und ordnet so den Gegenständen im Bild Bedeutungsgrößen zu. Immer wieder wird das Auge des Betrachters vom Detail angezogen und der Blick in extremer „Naheinstellung“ gebannt. Eine Ameise ist bei Lynch so groß wie ein Haus, und ein „distant memory“ – die vage Erinnerung an das Antlitz einer Frau – hat die Größe eines Streichholzbriefchens. David Lynchs Bildwelten scheinen immer mehr zu verbergen als preiszugeben und sind gerade deshalb von einer überwältigenden Anziehungskraft, die oft in einer Mischung aus Bedrohlichem und Skurrilem begründet ist. Wie Werner Spies es formuliert: „Dem unerhört sensiblen, kalkulierten Umgang mit dem Unheimlichen entkommen wir nie.“

Zu sehen sind die Arbeiten bis zum 22. Dezember 2012, dienstags bis freitags jeweils 11 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 16 Uhr und nach Vereinbarung. Zusätzliche Wochenendöffnung zum Kunstwochenende München: Freitag, 26. Oktober 2012, 18 bis 21 Uhr, Samstag, 27. Oktober 2012, 11 bis 18 Uhr und Sonntag, 28. Oktober 2012, 11 bis 18 Uhr.

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