Galerie Poll Home Künstler Ausstellungen Kunstmessen Inventarkatalog Publikationen Galerieprofil

 Zurück zu Aktuelle Ausstellungen   

Keine Bilder ohne Liebe    9. Okt - 1. Dez 2012

Invitation
Invitation
 
  
Darstellung :    Vergangene Ausstellungen      
 
Keine Bilder ohne Liebe
Ralf Kerbach & Studierende seiner Klasse, HfBK Dresden

Ausstellungsdauer: 9.10.- 1.12.2012
Eröffnung: Sonnabend, 6.10., 17-19 Uhr

Kristina Berndt, Patricia Detmering, Nicolás Dupont, Tony Franz, Maja Gratzfeld, Anne Grützner, Eric Keller, Andrey Klassen,
Michael Klipphahn, Stefan Krauth, Anita Müller, Sylvia Pásztor, Clemens Reinecke, Simon Rosenthal, Christina Schubert, Diana Wehmeier

Auf Einladung der Galerie Poll geben der Maler Ralf Kerbach und 16 Studierende seiner Fachklasse für „Malerei und bildnerisches Gestalten / Bildforschung“ einen aktuellen Einblick in ihre künstlerische Arbeit an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) Dresden.
Professor Ralf Kerbach (*1956 in Dresden) lehrt seit 1992 an der HfBK Dresden. In der gemeinsamen Ausstellung „Keine Bilder ohne Liebe. Kerbach & Studierende seiner Klasse“ werden neben neuer figürlicher Malerei, die sich auf die Dresdner Maltradition beruft, auch zeichnerische und fotografische Positionen sowie Videoarbeiten vorgestellt.
Figurative Gemälde Ralf Kerbachs, die sich mit dem Sujet des „Nachtzugs“ in einer metaphorischen Sprache auseinandersetzen, eröffnen die Ausstellung. Die malerischen Arbeiten von Michael Klipphahn, Simon Rosenthal, Patricia Detmering, Sylvia Pásztor, Nicolás Dupont, Diana Wehmeier, Anne Grützner, Eric Keller und Christina Schubert setzen sich gleichsam mit der Darstellung des Menschen in einem häufig von Farblandschaften dominierten Bildraum auseinander. Die Übergänge von figurativer zu ungegenständlicher Malerei sind fließend, wenn sich die Studenten und Meisterschüler malerisch beider Bildtraditionen bedienen und folglich zu neuen Bildfindungen gelangen. Andrey Klassen, Tony Franz und Clemens Reinecke zeigen Zeichnungen, die ebenfalls auf abstrakten und gegenständlichen Bildelementen basieren. Von Stefan Krauth und Maja Gratzfeld werden Arbeiten präsentiert, die im Medium der Fotografie anzusiedeln sind. Allerdings haben sich beide für einen aufwendigen Bildbearbeitungsprozess entschieden, der den Fotografien eine malerische Qualität verleiht, indem die Oberflächen des fotografischen Ausgangsmaterials unterschiedlichen physikalischen und medialen Veränderungen unterzogen werden.
Von Kristina Berndt ist neben Fotografien auch ein Film zu sehen, der die Beschreibungen von Raum und Figur der Maler und Zeichner in ein bewegtes Bild übersetzt. Die Videoarbeiten von Anita Müller erzählen ebenfalls von Menschen und Räumen. In ihren animierten Filmen spielen Fiktion, Realität und Geschichtlichkeit eine große Rolle, wenn sie auf poetische Weise einen ganz eigenen Entwurf von Welt ersinnt.
Gemein ist den Dresdner Arbeiten auf Leinwand, Papier, in Fotografie und Film die Betonung einer narrativen Bildstruktur, die mit einer detailgenauen Präzision umgesetzt wird. Die Hinterfragung des eigenen Künstler-Ichs spielt in vielen der Arbeiten eine zentrale Rolle, wenn eigene Erfahrungen, der eigene Körper zum Bildsujet wird.
Bereits 1985 schrieb der Kunsthistoriker Thomas Kempas in einem Vorwort zu der Ausstellung „Malstrom“ im Berliner „Haus am Waldsee“: „Die ‚Brühlsche Terrasse‘ [ist], nicht nur Adresse der Kunsthochschule, sondern ein Ort, der eine Anbindung an die Kunst bot, an Kokoschka, Dix und Kirchner, ebenso wie an frühere Meister, und überdies eine Anlage, von der sich weg von der Enge der Stadt auf den Elbfluss blicken ließ; ein Ort, der Geschichte hatte und Weite. ‚Die Brühlsche Terrasse‘, ein Name also mit gutem Klang … .“
Wenn nun beinahe 30 Jahre später wieder aktuelle künstlerische Positionen von der „Brühlschen Terrasse“ Dresdens in Berlin zu sehen sind, wird deutlich, dass die Auseinandersetzung mit Tradition aus der Gegenwart heraus in eine neue Interpretation von Figuration mündet, die mit fotografischen und filmerischen Medien arbeitet und neue erzählerische Synthesen von Abstraktion und Gegenständlichkeit eingeht.

Kuratiert wird die Ausstellung von Gwendolin Kremer, Kunsthistorikerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden.

Ausstellungsorte:
Anna-Louisa-Karsch-Straße 9
(Di bis Fr 11 bis 18 Uhr, Sa 11 bis 16 Uhr)
Gipsstraße 3, Schaulager im Hof
(Do bis Sa, 14 bis 19 Uhr

artnet - Die Welt der Kunst online. ©2014 Artnet Worldwide Corporation. Alle Rechte vorbehalten. artnet® ist eine eingetragene Handelsmarke der Artnet Worldwide Corporation, New York, NY, USA.