Ausstellungsdauer: 5. Mai bis 31. Juli 2012
Eröffnung: Freitag, den 4. Mai 2012, 19 - 21 Uhr
Erstmals stellen die Maler Sandro Chia (*1946) und Thomas Lange (*1957) gemeinsam mit
dem Bildhauer Joachim Schmettau (*1937) aus und zeigen Arbeiten ihrer jüngsten
Schaffensperiode. In Einzelpräsentationen waren ihre Werke in Deutschland und Italien
bereits vielfach zu sehen: Sandro Chias Gemäldezyklus „Joy and Sorrow of a Young Painter“
wurde 2010 von der Akira Ikeda Gallery in Berlin ausgestellt, die Galerie Poll zeigte 2011 eine
große Werkübersicht Thomas Langes, und die Skultpuren von Joachim Schmettau sind in
zahlreichen städtebaulichen Projekten präsent, u. a. in Berlin mit einem Brunnen
(„Wasserklops“) am Breitscheidtplatz.
Von den frühen 1960er bis in die 1980er Jahre waren Chia, Lange und Schmettau maßgeblich
am italienischen bzw. deutschen Kunstgeschehen beteiligt und prägten die italienische
Transavantgarde, die “jungen Wilden” des ehemaligen West-Berlin und den Berliner
Kritischen Realismus.
Während Chia für seine figürlich-gegenständlichen Bildwelten eine expressive Farbigkeit
bevorzugt, setzt Lange seine emblematischen Figuren in eher düstere Traumlandschaften
und Phantasiewelten, die nicht frei von versteckter Ironie sind. Die bemalten Köpfe und
Büsten von Schmettau stehen mit ihrer verspielten Verbindung von figurativen und
geometrischen Formen dazwischen. Durch ihre plastische Monumentalität, gleichwohl diese
durch eine erfindungsreiche und sensible Arbeitsweise abgeschwächt wird, verweisen sie
wiederum auf die kolossalen, archaisch anmutenden Figuren Chias.
Diese Ausstellung möchte die Arbeiten der Künstler weder zeitlich noch kunsthistorisch
einordnen, sondern vielmehr in einen Dialog miteinander bringen, in dem die expressive
Eigenheit und die kreative Freiheit eines jeden einzelnen Künstlers den Ausgangspunkt
bildet. Indem sie die scheinbar unterschiedlichen und auseinander liegenden Bildsprachen
miteinander in Beziehung setzt, ermöglicht sie eine neue und übergreifende visuelle
Erfahrung.
In Zusammenarbeit mit der Galerie Il Frantoio di Capalbia aus Italien, kuratiert von Davide
Sarchioni.
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