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Thomas Stimm: Von der Natur der Natur    13. Jan - 3. Mrz 2012

Beere
Thomas Stimm
Beere, 2011
 
Blüte klein (rosa)
Thomas Stimm
Blüte klein (rosa), 2010
 
Erdbeere mit Blüte
Thomas Stimm
Erdbeere mit Blüte, 2011
 
Flechte
Thomas Stimm
Flechte, 2011
 
Gräser
Thomas Stimm
Gräser, 2011
 
Grosse Blüte
Thomas Stimm
Grosse Blüte, 2011
 
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THOMAS STIMM
Von der Natur der Natur

Eröffnung: Donnerstag, den 12. Januar 2012, ab 19 Uhr
Opening: Thursday, the 12th of January 2012, 7 pm

Dauer der Ausstellung: 13. Januar – 3. März 2012
January 13 – March 3, 2012

Unter dem Titel Von der Natur der Natur zeigt die Galerie Andreas Binder zum zweiten Mal im Rahmen einer Einzelausstellung die aktuellen Werke des Künstlers Thomas Stimm.
Für den Bildhauer Thomas Stimm (geb. 1948) ist der Bezug zu dem Thema Natur ein wichtiger Ausgangspunkt seiner Arbeit. „Ich denke, die Natur hat für die Kunst eine ähnliche Bedeutung wie die Liebe in der Musik. Es ist ein ungeheuer variiertes Feld von Farben und Formen, und wenn man Wert auf das Sehen legt, dann wird man die Natur lieben.“
Thomas Stimm zählt mit Stephan Balkenhol und Thomas Schütte zu den international wichtigsten Bildhauern, die sich mit einer unbefangenen, alltäglichen Figurenwelt gegen die in den 1970er und 80er Jahren vorherrschende Formensprache des Minimalismus behauptet haben.
Die Blume ist in Stimms Werk geradezu zum „Markenzeichen“ geworden. Sie steht für Wachstumskraft und ist ein augenzwinkernder, fast wortwörtlicher Rückgriff auf das Flower-Power-Lebensgefühl der Blumenkinder der späten sechziger Jahre. Die Arbeiten dieses Künstlers zeichnen sich durch eine verdichtete Darstellungsweise aus, die scheinbar mit der Einfachheit einer Marke operiert. Stimm findet seine Vorbilder im Comic und jenen Kunstformen, die - wie die Pop Art - das Alltägliche dem Bedeutsamen vorziehen. Diese scheinbar eingängige, am Emblem orientierte Formensprache, verbleibt jedoch nicht an der Oberfläche, sondern erweist sich als offen und widerstandfähig. Allein schon die strahlend opulente Farbigkeit seiner Skulpturen zieht die Aufmerksamkeit des Betrachters immer wieder auf sich.

Im Lauf der Zeit verdichtete Stimm die Aussage mehr und mehr auf einzelne Objekte. Sein eigentliches Markenzeichen kreierte er ab den 90er Jahren mit geradezu kindlich einfachen Wiesenstücken, Obst-, Blüten- und Blumenskulpturen. Zumal die Pflanzen stellten für ihn, nicht zuletzt aus seiner künstlerischen Arbeit an der konsequenten Verschiebung der Verhältnisse, eine Herausforderung dar, sich doch wieder an den großen Maßstab heranzuwagen.
Er selbst sieht diese Kunst-Pflanzen in erster Linie als „Stelen“ – also ganz klassische skulpturale Körper. Damit, sagt er, „haben sie etwas mit der Natur zu tun, aber auch mit den Menschen, insofern diese ebenfalls etwas stelenförmiges haben – als Stehende auf einer kleinen Bodenfläche“. Und um noch einen Schritt weiter zu gehen: Auf diese Weise werden die Skulpturen explizit in den sozialen Kreislauf eingeschleust und zum Element des öffentlichen Raums.
Nationale sowie internationale Ausstellungen unter anderem: Galerie am Taxipalais, Innsbruck; Alpenblick, Kunsthalle Wien; Kunst auf dem Laufsteg, Deutsche Guggenheim, Berlin; Zehn Bäume, sieben Löwenzähne und ein Buch, Museum Ludwig Köln; Now and Now, the 2nd World Ceramic Biennale 2003, Icheon City, Süd Korea; Kunst in Schokolade, Museum Ludwig Köln; Keramik - aktuelle Tendenzen aus Österreich, MAK Wien; OUT SITE_01, MUMOK - Museum Moderner Kunst, Wien mit Buch; Köln Skulptur 5, Reality Check, Stiftung Skulpturen Park Köln; TERRA, Kunstpalais Erlangen mit Buch. Anlässlich der Ausstellung TERRA im Kunstpalais Erlangen 2010 erschien im Walter König Verlag das gleichnamige Katalogbuch mit einem Interview mit Hans Ulrich Obrist.
Der Künstler ist zur Ausstellungseröffnung anwesend.

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