MÄRZ • AUSSTELLUNG 2013

MÄRZ • AUSSTELLUNG 2013

abendrot bei kitzbühel by alfons walde

Alfons Walde

Abendrot bei Kitzbühel

Preis auf Anfrage

montanara by markus prachensky

Markus Prachensky

Montanara, 1971

Preis auf Anfrage

kohlmarkt in wien by erwin pendl

Erwin Pendl

Kohlmarkt in Wien

Preis auf Anfrage

porträt einer jungen dame (betty h.) by sergius pauser

Sergius Pauser

Porträt einer jungen Dame (Betty H.), 1933

Preis auf Anfrage

sommertag in aalsgaarde, dänemark by peder mork mönsted

Peder Mork Mönsted

Sommertag in Aalsgaarde, Dänemark, 1919

Preis auf Anfrage

pinien bei castel gandolfo by ludwig heinrich jungnickel

Ludwig Heinrich Jungnickel

Pinien bei Castel Gandolfo, um 1925

Preis auf Anfrage

Montag, 4. März 2013Samstag, 6. April 2013


Vienna, Austria

MÄRZ • AUSSTELLUNG 2013
Österreichische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts

4. März - 6. April 2013

Die diesjährige Frühlingsausstellung zeigt ein breites Spektrum ausgewählter und höchst repräsentativer Werke österreichischer Malerei vom Biedermeier über den Stimmungsimpressionismus bis zur Gegenwart.

Eröffnet wird die Schau mit der Studie eines sitzenden Bauern von Friedrich Gauermann, die durch ihren scharfsichtigen aber auch einfühlsamen Realismus berührt. Interessant ist hier besonders der Gegensatz zwischen der mit pointierter Lichtführung plastisch charakterisierten Figur und dem indifferenten Hintergrund. Um etwa die gleiche Zeit haben sich zwei Maler einem anderen Genre verschrieben und es dabei zur Meisterschaft gebracht, wie die beiden delikaten Stillleben von Josef Lauer und Franz Petter eindrucksvoll belegen. Die beiden Arrangements von Obst und Blumen sind dermaßen naturalistisch geschildert, dass man versucht ist, zuzugreifen! Ebenfalls in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden sind die beiden Bilder des Holländers und Wahlösterreichers Remy van Haanen, der im Stile seiner niederländischen Vorbilder zwei stimmungsvolle, ja fast märchenhafte Winterlandschaften geschaffen hat.

Einen Höhepunkt der Ausstellung bildet das zarte Aquarell Rudolf von Alts aus dem Jahre 1860, „Blick auf Gmunden am Traunsee“. Der schon zu Lebzeiten gefeierte Künstler hat hier mit feinstem Pinselstrich die damals aufstrebende Sommerfrische Gmunden mit der markanten barocken Stadtpfarrkirche und den reizvollen Häusern der Altstadt am Ufer des Traunsees mit großer Unmittelbarkeit erfasst.

Einen fast schon traditionellen Schwerpunkt in der Werkschau bildet die Malerei des österreichischen Stimmungsimpressionismus, die mit drei Gemälden von Olga Wisinger-Florian, einem Bild ihrer Kollegin und Freundin, Leontine von Littrow sowie einem der unverkennbaren flimmernden Bilder von Robert Russ vertreten ist. Einem Zufall ist zu verdanken, dass die Galerie zwei vom Motiv her sehr ähnliche Bilder der beiden Malerinnen akquirieren konnte, die die enge Zusammenarbeit und den Austausch zwischen ihnen während ihren Aufenthalten in Abbazia deutlich zeigen. Ungefähr zeitgleich widmete sich Antonietta Brandeis der Vedutenmalerei in Venedig und schuf eine Serie höchst eindrucksvoller Bilder der pittoresken Stadt, von denen wir gleich drei besonders schöne, „Am Canal Grande“, „Santa Maria della Salute“ sowie „Die Rialtobrücke“ präsentieren können.

Zwei sehr frühe (1910) und entsprechend seltene Arbeiten von Alfons Walde aus seiner Wiener Studienzeit sind ein weiteres Highlight unter den gezeigten Bildern. Sie zeigen den Einfluss der secessionistischen Malerei auf den jungen Künstler, der sich damals intensiv mit den Werken der Wiener Jahrhundertwende auseinander setzte. Das spätere Bild „Abendrot“ stammt bereits aus einer Zeit, als Alfons Walde zu seinem typischen Stil gefunden hat.

Aus den 1920er und 30er Jahren zeigt die Galerie Kovacek & Zetter einige schöne Werke Oskar Laskes, von denen besonders der „Blick von der Gloriette“ hervorzuheben ist. Weitere Höhepunkte des frühen 20. Jahrhunderts sind die beiden Gemälde „Am Zattere“ von Carl Moll und „Pinien bei Castel Gandolfo“ von Ludwig Heinrich Jungnickel. Zwei Gemälde, die unterschiedlicher kaum sein könnten, obwohl sie fast gleichzeitig entstanden, jedes für sich aber das große Können der beiden berühmten Maler belegen.

Markus Prachensky ist mit einem seltenen frühen Bild von 1971, „Montanara“ sowie einem großformatigen Acrylbild aus der Serie „Swing de Provence“ aus 2007 vertreten. Ein sowohl in seiner Farbigkeit als auch der starken Dynamik fesselndes Werk ist der „Blaue Baum“ von Max Weiler. Fast explosionsartig verteilen sich die blauen, türkisen und grünen Äste über die große Leinwand, die für Wachstum, Energie und Leben stehen. Den Abschluss der Ausstellung bilden die zwei Bilder der gefeierten zeitgenössischen Malerin Xenia Hausner „Lola“ und „Manhatten“.

Diese mit herausragenden Kunstwerken bestückte März • Ausstellung, zu der ein wissenschaftlich fundierter Katalog erscheint, zeigt einen schönen und qualitativ hochwertigen Querschnitt der österreichischen Malerei über fast zwei Jahrhunderte.