Herbstausstellung

Herbstausstellung

Montag, 17. Oktober 2011Mittwoch, 2. November 2011


Vienna, Austria

OKTOBER • AUSSTELLUNG 2011 17. Oktober - 2. November 2011 Österreichische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts Verkaufsausstellung in der Am 17. Oktober 2011 eröffnet die Galerie Kovacek & Zetter ihre zweite große Herbstausstellung, deren Schwerpunkt traditionell auf der österreichischen Malerei des Biedermeier, des Stimmungsimpressionismus sowie der Klassischen Moderne liegt. Auch die Kunst nach 1945 ist mit einigen ausgesuchten Werken vertreten.

Mit dem Ölgemälde „Mühle in Miskolcz“ aus dem Jahre 1883 konnte die Galerie Kovacek & Zetter eine besonders beeindruckende Arbeit von Theodor von Hörmann, dessen Faszination den ungarischen Landschaften galt, für die Ausstellung gewinnen. Hugo Darnaut, der Nachfolger Emil Jakob Schindlers auf Schloss Plankenberg, ist mit einem seltenen, großformatigen Jagdbild von 1882 vertreten, das eine stimmungsvolle herbstlich gefärbte Wienerwaldlandschaft zeigt.

Die berühmte Marie Egner zeigt mit großer Feinfühligkeit in der Darstellung „Frühlingsblumen am Weiher“ eine farbenprächtige Hommage an die Jahreszeit, in der die Natur zu neuem, frischen Leben erwacht.

Glanzpunkt der Oktober • Ausstellung stellt das Gemälde „Blumenstrauß mit Stiefmütterchen“, entstanden um 1885, von Olga Wisinger-Florian dar. Ein äußerst fein gemaltes Bouquet aus Stiefmütterchen und Wiesengräsern, das lebendig von zwei Kohlweißlingen umschwirrt wird, bezaubert durch die verblüffende Präzision der Darstellung sowie einer hervorragenden, sensiblen Farb- und Lichtführung. Das Gemälde zählt qualitativ zum Besten im Werk der großen österreichischen Malerin und wird ein Juwel jeder Sammlung impressionistischer Malerei sein.

Edward Cucuel, der berühmte und international gesammelte deutsch-amerikanische Spätimpressionist, leitet mit seinem eindrucksvollen, um 1920 entstandenen Gemälde „Herbstspaziergang“ zur Klassischen Moderne über. Verträumt weilen zwei elegante Damen am Starnberger See, dessen Uferbäume sich bereits herbstlich verfärben. Der Einfluss der Münchener Secession und seines Freundes Leo Putz sind in diesem äußerst stimmungsvollen Landschaftsbild manifest.

Der Fixstern am Himmel der österreichischen Landschaftsmalerei, Alfons Walde, ist mit einem herrlichen Alpenbild „Sommer in Tirol“ vertreten. Die für den Künstler typische kraftvolle Darstellung eines kleinen Dorfes hoch in den Tiroler Bergen gelegen, besticht durch seine verblüffende Plastizität und die kontrastreiche Leuchtkraft der Farben. Gemälde dieser Qualität, in denen Alfons Walde die Schönheit und Monumentalität seiner Tiroler Heimat unverwechselbar einfängt, sind heute am Kunstmarkt eine gesuchte Rarität.

Etwa eine Generation später hat die bedeutende, an den großen Malern der französischen Moderne geschulte Tiroler Künstlerin Gerhild Diesner ihre zauberhafte portugiesische Reiseimpression „Zypressen an der Algarve“ festgehalten: in behutsamen Abstufungen von Blau- und Türkistönen schildert die Künstlerin in ihrer Formensprache einen verträumten, durch Zypressen und Pinien rhythmisierten Landstrich an der Südküste Portugals.

Markus Prachensky, der große Vertreter der abstrakten Nachkriegskunst in Österreich, ist bei Kovacek & Zetter mit zwei repräsentativen Leinwandbildern der Serie „Sardegna“ aus dem Jahr 1995, sowie „Farnesina Dixie“, 2006 entanden, würdig vertreten.

Diese mit bedeutenden Kunstwerken bestückte Oktober • Ausstellung, zu der ein wissenschaftlich fundierter Katalog erscheint, besticht gleichermaßen durch Vielfalt und Qualität.