Galerie Boisserée, J. & W. Boisserée GmbH

Eduardo Chillida

Eduardo Chillida

ohne titel (gravitation) by eduardo chillida

Eduardo Chillida

Ohne Titel (Gravitation), 1987

Preis auf Anfrage

ohne titel by eduardo chillida

Eduardo Chillida

Ohne Titel, 1986

Verkauft

antzo i (proportion i) by eduardo chillida

Eduardo Chillida

Antzo I (Proportion I), 1985

Preis auf Anfrage

enda v (rasse v) by eduardo chillida

Eduardo Chillida

Enda V (Rasse V), 1976

Preis auf Anfrage

esku viii (hand viii) by eduardo chillida

Eduardo Chillida

Esku VIII (Hand VIII), 1973

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kate iii (kette iii) by eduardo chillida

Eduardo Chillida

Kate III (Kette III), 1972

Preis auf Anfrage

Mittwoch, 29. Februar 2012Samstag, 21. April 2012


Cologne, Germany

29.02.–21.04.2012
EDUARDO CHILLIDA
(San Sebastián 1924 - 2002 San Sebastián)

Radierungen, Lithographien,
Holzschnitte und Siebdrucke,
Arbeiten auf Papier und Skulpturen

Parallel zu der Ausstellung im Kunstmuseum Pablo Picasso Münster (bis 22.4.2012) zeigt die Galerie Boisserée zum dritten Mal eine umfangreiche Ausstellung des 2002 verstorbenen, international arrivierten spanischen Bildhauers Eduardo Chillida. Die Kölner Ausstellung beinhaltet zwei Terrakotta-Skulpturen aus den frühen 1990er Jahren aus der Werkgruppe "Lurra", einige Papierarbeiten - darunter eine weiße "Gravitation" aus dem Jahr 1987 sowie über 130 Arbeiten aus dem graphischen Œuvre. Dieses genießt mit über 700 Arbeiten einen hohen Stellenwert und erfährt von Sammlern seit langem internationale Beachtung. Boisserée ist es gelungen, fast 1/5 des gesamten graphischen Œuvres aus den letzten 40 Jahren zusammenzustellen, was als Verkaufsausstellung im internationalen Kunsthandel derzeit einmalig sein dürfte.

Chillidas Thema ist die Auseinandersetzung mit dem Begriff des Raumes, dessen Bewegtheit durch geformte Materie, dem Verhalten von Leere, Volumen und ihren Begrenzungen. Es ist eine vollkommene Hinwendung zur abstrakten Form, die natürlich in enger Beziehung zu seinen Skulpturen steht. Bei seinen Arbeiten auf Papier findet allerdings keine Hinleitung zur Dreidimensionalität statt, sondern eine bewusste Betonung der meist schwarz gehaltenen Flächigkeit, unterbrochen durch weiße, ausgesparte Linien und Räume. Reinhold Hohl spricht in diesem Zusammenhang vom „zweidimensionalen Raum“, also nicht perspektivisch und nicht raumillusionierend. Seine Graphiken sind keine (Ab)bilder von Skulpturen, sie wirken vielmehr für sich selbst. Seine Bildgegenstände erinnern an nichts Bekanntes, weder an etwas aus der Wirklichkeit noch an etwas aus der Geometrie. Es ist als wären sie aus einer anderen Welt. Aber trotz ihrer Fremdartigkeit werden sie dem Betrachter schnell vertraut.

Glanzpunkte der graphischen Sammlung sind das 1997 entstandene Mappenwerk "Hommage à Johann Sebastian Bach" mit 11 geprägten Siebdrucken sowie die komplette Serie der frühen 5 Holzschnitte aus der Mappe "Beltza" aus dem Jahr 1969. Bei den großformatigen Blättern seien die 160 cm hohe Aquatintaradierung "Hommage à Aimé Maeght" von 1988 sowie die 1976 entstandene Radierung "Euzkadi V" (Baskenland V) erwähnt.

Nur selten anzutreffen ist die signierte und komplette Suite der 7 Lithographien auf Japanpapier zu "Max Hölzer: Meditation in Kastilien". Der Sammler bibliophiler Bücher findet in der Ausstellung das ebenfalls seltene, in den 60er Jahren entstandene Werk "Le chemin de devins / Ménerbes" sowie ein Exemplar des Collagen enthaltenen Buches von Martin Heidegger "Die Kunst und der Raum", vom Künstler und Autor signiert.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Grußwort von Ignacio Chillida (Zabalaga-Leku, Hernani), einem Vorwort von Johannes Schilling (Galerie Boisserée), mit 156 Seiten und 162 meist farbigen Abbildungen.

Für den Betrag von Euro 20 senden wir Ihnen den Katalog im Inland gerne zu.
Der Katalog ist ebenfalls in der Galerie Boisserée erhältlich.

Außerdem haben Sie hier auch die Möglichkeiten, den Ausstellungskatalog virtuell durchzublättern