Gert & Uwe Tobias: Dresdener Paraphrasen

Gert & Uwe Tobias: Dresdener Paraphrasen

Dienstag, 2. Oktober 2012Samstag, 10. November 2012


Berlin, Germany

Gert & Uwe Tobias: Dresdener Paraphrasen
2. Oktober – 10. November 2012
Eröffnung 2. Oktober 2012, 18-20 Uhr

Nach dem fulminanten Publikumserfolg der Ausstellung „Dresdener Paraphrasen“ von GERT & UWE TOBIAS im Kupferstichkabinett in Dresden schätzen wir uns stolz und dankbar, dass Contemporary Fine Arts diese Ausstellung vom 2. Oktober bis 10. November 2012 in ihre Räume übernehmen kann.
Für die Ausstellung gingen die Künstlerbrüder erstmals eine besondere Herausforderung ein: Sie wählten aus dem umfangreichen Bestand des Museums einzigartige grafische Meisterwerke vergangener Jahrhunderte aus, die sie zeitgemäß interpretierten und aktualisierten. Gert und Uwe Tobias haben für diesen künstlerischen Dialog, der den Reiz der sogenannten "Dresdener Paraphrasen" ausmacht, mehr als 40 Werke geschaffen, die in der Ausstellung den historischen Werken gegenüber gestellt werden.
Als Vorlagen dienten den Künstlern neben den kostbaren Kupferstichen des Meisters der Spielkarten aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, die virtuosen italienischen Chiaroscuro-Holzschnitte Ugo da Carpis und Antonio Zanettis aus dem 16. und 18. Jahrhundert, die fantastischen Stichvorlagen der Dresdener Chinoiserien aus dem Beginn des 18. Jahrhunderts und nicht zuletzt das revolutionäre monochrome Tafelwerk Hermann Glöckners aus den frühen 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts.
Die "Dresdener Paraphrasen" von Gert & Uwe Tobias beschreiben nicht allein einen Kulturtransfer zwischen historisch nobilitierten Meisterwerken und einer aktuellen Position der zeitgenössischen Kunst. Sie öffnen die Augen für ästhetische Parallelwelten, die bis heute nichts von ihrer Präsenz und Bildkraft verloren haben. Gleichfalls provoziert die Zusammenschau der Werke ein Nachdenken über Fragen zur kulturellen Toleranz und zu überkommenen tradierten Werten. Der Blick – vor und zurück –, der in der Ausstellung geworfen wird, bestätigt einmal mehr, dass dieser Diskurs am weltweit bedeutenden Dresdener Kupferstich-Kabinett von jeher gepflegt worden ist.