Morio Nishimura 'Oblivion - Zugang zum Paradies'

Morio Nishimura 'Oblivion - Zugang zum Paradies'

installation view by morio nishimura

Morio Nishimura

Installation view

Preis auf Anfrage

Samstag, 2. März 2013Freitag, 31. Mai 2013


Düsseldorf, Germany

Morio Nishimura
Oblivion - Zugang zum Paradies

Eröffnung am: 1. März 2013 um 19 Uhr

Beck & Eggeling zeigt nach 2006 die zweite, lang erwartete Einzelausstellung des japanischen Bildhauers Morio Nishimura in Düsseldorf. Im Zentrum stehen seine neuen Bronze-Arbeiten mit dem Titel 'Oblivion', die eine Weiterentwicklung seiner bekannten Serie 'Süßer Regen' darstellen. Das Lotosblatt ist ein zentrales Motiv in seinem Werk - Blätter, Blüten und Samen des Lotos inspirieren sein Formenvokabular. Der Lotos gilt als inhaltliches und formales Symbol des Buddhismus, das für den Kreislauf von Geburt und Tod sowie für die Seelenwanderung steht. Doch auch in anderen asiatischen Religionen repräsentiert das Blatt Eleganz, Reinheit und Anmut. Nishimura ist keineswegs daran interessiert, das Lotosblatt zu reproduzieren als reines Dekorobjekt, sondern tritt damit in eine spirituelle Semiotik ein. Anläßlich seiner großen Ausstellung im Museum of Modern Art Kamakura erklärt er: 'Ich trage den Lotos in mir. Als Erinnerung ergreift er oft meine Gedanken. Abstrakt stehe ich mit ihm in einer intensiven Besziehung und so ist er ein Teil von mir.'

Morio Nishimura wurde 1961 in Kamakura geboren, der kleinen Küstenstadt unweit von Tokio, die jahrhundertelang Hauptstadt Japans war und eine besonders hohe Dichte an buddhistischen Tempeln und Schreinen aufweist. Er kam 1991 nach seinem Kunststudium an der Tama Art University in Tokio mit einem DAAD Stipendium nach Deutschland und setzte sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler von Prof. Günther Uecker fort. Parallel arbeitete er als Lehrbeauftragter im Bereich Bildende Kunst an der Universität Mainz. Im Jahr 2000/1 war Nishimura „Artist-in-Residence“ an der Kunststation St. Peter in Köln. Nishimura lebt und arbeitet in Düsseldorf. Er hat zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland gezeigt, darunter in der Kunststation St. Peter (2002), im Museum of Modern Art Kamakura und Hamaya (2005), bei der Schweizerischen Triennale der Skulptur - Bad RagARTz, Bad Ragatz und Vaduz (2009 und 2012), bei der Mediations Biennale in Posen/ Polen (2012) sowie bei Taguchi Fine Art Tokyo (2011/2013).