Stefan Löffelhardt 'PAG Zeichnungen'

Stefan Löffelhardt 'PAG Zeichnungen'

pag g20 by stefan löffelhardt

Stefan Löffelhardt

PAG g20, 2013

Preis auf Anfrage

pag m05 by stefan löffelhardt

Stefan Löffelhardt

PAG m05, 2011

Preis auf Anfrage

pag g11 by stefan löffelhardt

Stefan Löffelhardt

PAG g11, 2013

Preis auf Anfrage

Samstag, 2. März 2013Samstag, 13. April 2013

Aurel Scheibler
Berlin, Germany

Berlin - vom 2. März bis zum 13. April präsentiert Aurel Scheibler mit PAG Zeichnungen die vierte Einzelausstellung des Düsseldorfer Künstlers Stefan Löffelhardt.
Die Eröffnung findet am 1. März von 18:00 bis 21:00 Uhr statt.

Stefan Löffelhardt spürt in seinen neuen großformatigen Bleistiftzeichnungen der Idee von einem universalen Gedächtnis nach. Auf wandfüllenden Blättern meint man bewaldete Berggegenden oder steile Felsabgründe, stürzende Wassermassen, aufgetürmte Wolken oder auch sich im Dunst verlierende Stadtlandschaften zu sehen. Dann wieder vergisst man das alles was an Gesehenes erinnert, nimmt nur eine große Bewegung wahr, die sich bildet aus unendlich vielen kleinen Strukturen. Was bleibt ist eine innere Landschaft, gleichzeitig gesehen und ungesehen. Ihre Bewegung spielt im Unterbewussten. Die Bezeichnung PAG ist mit diesem Ansatz verbunden. Sie bedeutet periaquäduktales Grau, was eine Region des menschlichen Gehirns bezeichnet, in der nach neuesten Erkenntnissen der Hirnforschung jahrtausende alte Erinnerungen gespeichert sind.

Die abstrakt-intuitiven Zeichnungen Löffelhardt’s entfalten sich somit in einem Spannungsfeld zwischen Kraft und Ruhe, das sich in jeder einzelnen Zeichnung immer wieder aufs Neue definiert. Indem sich die monochromen Arbeiten demonstrativ jeglicher bildrealistischen Deutung (und Materialität) entsagen, entstehen vor dem Auge des Betrachters Naturutopien und Traumlandschaften von subtiler Schönheit und Ästhetik. Dabei steht das Meditative nicht nur im Zentrum des Schaffensprozesses sondern auch der Seherfahrung: Die Arbeiten stellen den Versuch dar, eine Welt zu entschleunigen, die zunehmend von medialer Übersättigung und Bildüberflutung gekennzeichnet ist. Sie sind eine Aufforderung, innezuhalten, sich intensiver mit ihnen auseinanderzusetzen und in die scheinbar endlos verlaufenden Bleistiftlinien einzutauchen. Löffelhardt kreiert dabei eine Atmosphäre, die sich zwischen Bewusstsein und Vorstellung bewegt.

Stefan Löffelhardt (b. 1959) studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Hans Ladner und an der Staatliche Kunstakademie in Düsseldorf bei Günther Uecker. Seinen Arbeiten sind in internationalen privaten und institutionellen Sammlungen vertreten. Der Künstler lebt und arbeitet in Düsseldorf.