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Marepe (OsramHöfe, Oudenarder Straße 16-20)    28. Apr - 3. Jun 2006


Tuesday - Saturday, 11am - 6pm
Opening Friday, April 28, 6 - 10 pm
Galerie Max Hetzler Temporary

Please see English version below

Marepe
28 April – 3. Juni, 2006

Vom 28. April bis 3. Juni zeigt die Galerie Max Hetzler am temporären Ausstellungsort – OsramHöfe, Oudenarder Strasse 16-20 Arbeiten des brasilianischen Künstlers Marepe. Marepe wurde 1970 als Marcos Reis Peixoto in Santo Antônio de Jesus, Bahia in Brasilien geboren, wo er heute noch lebt und arbeitet. Dies ist seine erste Einzelausstellung in Deutschland. Am Eröffnungstag am 28. April findet ab 19 Uhr eine Performance statt.

Tradition und Kultur seiner Heimatregion Bahia sind ebenso Themen wie Armut, Kolonialismus und Globalisierung bei Marepe.
Die Galerie Max Hetzler stellt vier Skulpturen aus, für welche der Künstler Materialien seiner ländlichen Region verwendet hat.

A Mudança (2005) ist ein Kleinlastwagen aus Holz, auf dessen offener Ladefläche Möbel, ein Herd und andere Habseligkeiten gelagert sind, die man aufgrund eines Umzugs mitnehmen würde.

Die Arbeit Os Filtros (1999) besteht aus gewöhnlichen Wasserfiltern, die Marepe verlängert hat. Sie stehen auf hölzernen Sockeln zusammen mit Gläsern, die für den Besucher gedacht sind und ihn dazu einladen, das gefilterte Wasser zu trinken. Diese Installation macht auf den Mangel bzw. die Knappheit und die Wichtigkeit von Trinkwasser aufmerksam - ein weitverbreitetes Problem in vielen Teilen der Erde. Durch den Akt des Trinkens wird dem Besucher eine Art Reinigungsprozess ermöglicht und das Wasser in diesem Sinne als heilend und reinigend kenntlich gemacht.
Oft laden die Skulpturen von Marepe den Betrachter dazu ein, zu interagieren und erst dann sieht er die Arbeit als abgeschlossen. Alltägliche Objekte wie keramische Wasserfilter, Waschbecken und Pfannen sind von grundsätzlicher Bedeutung. Marepe verwendet diese nicht als Ready-Mades, sondern modifiziert sie. Er nennt seine Skulpturen „necessities“ und konzentriert sich dabei darauf, in welchem Zusammenhang sie verwendet werden. Die soziale Funktion ist ihm wichtiger als das Objekt an sich.

Andador (2005) ist eine gebräuchliche Laufhilfe für Babies, welche Marepe auf über 3 Meter Höhe vergrößert hat. Die überwältigende Dimension läßt das ursprüngliche Objekt auf den ersten Blick schwer erkennen.
Selbst etwas so alltägliches wie ein Fernseher taucht in Periquitos (2005) in überdimensionaler Form auf: ein 460 x 615 x 370 cm großes Modell eines Fernsehgeräts mit farbigem Plexiglas als Bildschirm, wohinter sich motorisierte Figuren mit roten „Schnäbeln“ bewegen. Marepes Arbeit bringt einen Ausdruck des brasilianischen Künstlers Oiticia in Erinnerung: „Urban poetic event“.

Seit den frühen 90er Jahren ist Marepe in Ausstellungen zu sehen. 2005 wurde ihm eine Einzelausstellung im Centre Pompidou in Paris gewidmet. Er stellte 2004 bei Anton Kern Gallery, New York und regelmäßig bei der Galerie Luisa Strina in São Paulo aus. 2003 nahm er an den Biennalen von Istanbul und Venedig teil.

Marepe
April 28 – June 3, 2006

Galerie Max Hetzler is pleased to present an exhibition of Marepe in the temporary space at OsramHöfe, Oudenarder Strasse 16-20. Marepe was born 1970 as Marcos Reis Peixoto in Santo Antônio de Jesus, Bahia, Brazil where he also lives and works. This is his first solo exhibition in Germany. On the opening day, April 28, there will be a performance from 7 pm.

Tradition and culture of his native region of Bahia, as well as themes like poverty, colonialism and globalism are key points of Marepe’s work. In the show at Galerie Max Hetzler four sculptures are being exhibited for which he used material from his rural region.

A Mudança (2005), is a wooden pick up truck with furniture, a stove and other belongings one would bring when moving to a new place.

Os Filtros (1999) consists of common water filters that Marepe stretched to make them longer. They stand on wooden pedestals together with small glasses for the visitors who are meant to actually drink the filtered water. The installation comments the lack of and the importance of drinking water, a common problem in many parts of the world. Through the act of drinking, the installation also offers a sort of cleansing process that indicates water as healing or purifying.
Marepes sculptures often invite the viewers to interact and only until then does he consider them complete. Everyday objects such as ceramic water filters, wash basins and cooking pans hold an important position. Marepe does not use them as ready-mades, but modifies them. He calls his sculptures „necessities“ and focuses hereby on the way the objects are being used. The social function is more important than the object itself.

Andador (2005) is a common walking aid for babies which Marepe made bigger, more than 3 metres high. The overwhelming size makes it difficult at first sight to recognize what it actually is. Even something as domestic as the TV appears oversized in Periquitos (2005), a 460 x 615 x 370 cm large model of a TV with colored plexiglass and motorized figures with red beaks moving behind the screen.
Marepe’s work brings to mind an expression of the fellow Brazilian artist Oiticia: „Urban poetic event“.

Marepe has been exhibiting his work since the early 1990’s. He had solo exhibitions at the Centre Pompidou, Paris in 2005, at the Anton Kern Gallery, New York in 2004 and regularly at Galeria Luisa Strina, São Paulo. In 2003 he also participated at the Biennials in Istanbul and in Venice.

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